Spielberichte

„Trotz vieler Verletzter Vizemeister“ – Felixdorf hält am Weg mit jungen Spielern fest

SC Felixdorf

In der 2. Klasse Triestingtal hat sich 1.SC Felixdorf nach einer schwierigen Halbserie trotzdem Rang zwei gesichert. Trainer Thomas Hartberger zieht deshalb ein positives Fazit, weil sein Team viele Ausfälle wegstecken musste und trotzdem bis zum Schluss vorne mitmischte. Noch wichtiger ist ihm aber, dass junge Spieler in dieser Phase echte Schritte gemacht haben. Genau dieser Weg soll in Felixdorf jetzt konsequent weitergehen.

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rang zwei trotz vieler Ausfälle

Der Rückblick von Thomas Hartberger fällt deshalb durchaus zufrieden aus, weil die vergangenen Monate aus seiner Sicht alles andere als einfach waren. „Am Ende der Meisterschaft muss man sagen: Mit den vielen Verletzten, die wir gehabt haben, sind wir trotzdem glücklich, dass wir Vizemeister geworden sind“, sagt der Trainer. Dass 1.SC Felixdorf die Saison auf Rang zwei abgeschlossen hat, wertet er gerade unter diesen Umständen hoch. Für ihn zählt dabei nicht nur die Punkteausbeute. Ebenso wichtig war, dass der Verein in dieser Phase „sehr viele junge, talentierte Spieler“ einbauen konnte. Aus einer schwierigen Personalsituation wurde damit auch eine Chance, dem Kader Breite zu geben und den eigenen Weg konsequent weiterzugehen.

Rückkehrer und zwei fixe Neue

In der Vorbereitung richtet sich der Blick nun vor allem auf jene Spieler, die zuletzt lange gefehlt haben. Hartberger berichtet, dass Julian Seiler wieder ganz normal trainieren kann. Auch beim bisherigen Stammtormann Michael Riegler, der einen Kreuzbandriss erlitten hatte, geht es Schritt für Schritt voran. „Er beginnt schön langsam wieder in das Training einzusteigen“, sagt Hartberger. Dazu kommt, dass auch der lange ausgefallene Topstürmer wieder näher an ein Comeback heranrückt und bereits am Heimtrainer arbeitet. Weil Felixdorf personell dennoch abgesichert sein will, hat der Verein mit Stefan Ostruska einen neuen Tormann verpflichtet. Zudem kommt mit Lenny Rüngkopf ein Abwehrspieler von Bad Erlach. Fixe Abgänge wollte Hartberger noch nicht nennen, klar ist nur: Wenn sich noch etwas tut, dann wohl vor allem im Mittelfeld.

Der rote Faden bleibt die Jugend

Am deutlichsten wurde Hartberger bei der grundsätzlichen Ausrichtung des Vereins. „Für uns ist wichtig, dass wir unseren roten Faden weiterziehen“, sagt er, und dieser rote Faden heißt in Felixdorf: junge Spieler nicht nur hochzuziehen, sondern sie fest in den Kader der Kampfmannschaft einzubauen. Der Trainer spricht davon, die nächsten drei oder vier Jungs über die Reserve weiter an die erste Mannschaft heranzuführen. Beispiele dafür sieht er schon jetzt genug. Mark Erös habe sich „sehr gut entwickelt“ und sei mit seinen 21 Jahren mehr oder weniger zum Führungsspieler geworden. Ben Havel wiederum habe sich seinen Fixplatz links in der Viererkette erarbeitet. Größere Änderungen im Trainerstab oder im Vereinsumfeld stehen nicht an. Der Fokus liegt klar darauf, die Rückkehrer zu integrieren, den Kader im Mittelfeld nach Möglichkeit noch zu ergänzen und mit einem jungen Team weiter nach vorne zu schauen.