Spielberichte

„Uns fehlte der Biss“: Ebreichsdorf II lässt in Sollenau die Chancen liegen und geht mit 0:3 unter

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1. SC Sollenau
Ebreichsdorf II

In der 2. Klasse Triestingtal setzte sich 1. SC Sollenau am Freitagabend gegen ASK Ebreichsdorf II mit 3:0 durch. Für Trainer Alexander Bergmann war es trotz einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie eine Niederlage, die vor allem wegen der fehlenden Konsequenz weh tat. Vorne ließ seine Mannschaft die Chancen liegen, hinten war sie in entscheidenden Situationen nicht entschlossen genug.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Ausgeglichen begonnen, klar verloren

Alexander Bergmann sah keinen Abend, an dem seine Mannschaft komplett unterlegen war. Im Gegenteil: „Das Spiel war generell sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften haben versucht zu spielen“, sagte der Trainer nach der Partie. Genau deshalb fiel das 0:3 aus Sicht der Gäste umso bitterer aus. Denn bis kurz vor der Pause war alles offen, ehe Alexander Secco in der 40. Minute für Sollenau das 1:0 erzielte. Mit diesem Vorsprung gingen die Gastgeber auch in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel legte Secco in der 58. Minute das 2:0 nach, ehe Daniel Schmidt in der 83. Minute den Endstand herstellte.

Das 0:1 blieb Bergmann besonders hängen

Für Bergmann lag der Knackpunkt aber nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem in der Entstehung der Gegentore. Vor allem das 0:1 blieb ihm hängen. „Das erste Tor ist entstanden, weil wir im gegnerischen Sechzehner einen schlechten Pass gespielt haben. Dann sind wir durch einen tiefen Ball in einen Konter gekommen, und der Gegner hat das eiskalt ausgenutzt“, schilderte er die Szene. Damit beschrieb er auch sehr gut, was ihm an diesem Abend fehlte: saubere Entscheidungen in guten Momenten und die nötige Absicherung, wenn ein Angriff nicht sauber zu Ende gespielt wird. Aus einer ausgeglichenen Partie wurde so kurz vor der Pause ein Rückstand, dem Ebreichsdorf danach hinterherlaufen musste.

Chancen waren da, der Nachdruck fehlte

Dass Ebreichsdorf II trotzdem nicht chancenlos war, sprach Bergmann ebenfalls deutlich an. „Wir waren immer wieder im Spiel drinnen und haben uns die Chancen ausgearbeitet, aber wir waren nie zielstrebig genug und nicht konsequent genug, um den Abschluss mit der nötigen Konzentration durchzuziehen“, sagte er. Noch klarer wurde er bei der Aufzählung der vergebenen Möglichkeiten: „Wir sind zweimal alleine auf das Tor zugelaufen und haben die Tore nicht gemacht.“ Gleichzeitig sah er auch gegen den Ball zu viele Mängel. In den Zweikämpfen und in der Körpersprache sei sein Team „viel zu lasch“ gewesen, dazu hätten „der Biss und der Wille“ gefehlt, in den entscheidenden Momenten richtig nachzusetzen.

Lange Diagonalbälle als wirksames Mittel

Auch den Auftritt des Gegners ordnete der Trainer präzise ein. Nach seiner Einschätzung hatte Sollenau vor allem mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Mittel Erfolg. „Sie haben den Spielaufbau hinten prallen lassen und dann die langen diagonalen Bälle auf ihre schnellen Flügelspieler gebracht. Das haben sie gut gemacht“, sagte Bergmann. Seine eigene Defensive habe darauf nicht gut genug reagiert und sich oft nicht rechtzeitig fallen lassen. Für die nächsten Wochen leitete er daraus eine klare Aufgabe ab: „Wir müssen endlich konsequenter werden und zielstrebiger. Das ist einfach der Punkt für die nächsten Wochen.“ Nach einem Spiel, das laut Bergmann lange offen war, fiel das Urteil damit eindeutig aus.

2. Klasse Triestingtal: SC Sollenau : Ebreichsdorf II - 3:0 (1:0)

  • 83
    Daniel Schmidt 3:0
  • 58
    Alexander Secco 2:0
  • 40
    Alexander Secco 1:0