In der 2. Klasse Triestingtal hat der Badener AC ein wechselhaftes Heimspiel gegen den SC Günselsdorf mit 3:2 gewonnen. Nach frühem Rückstand drehten die Badener die Partie noch vor der Pause, kassierten direkt nach Wiederbeginn aber wieder den Ausgleich. Trainer Amel Sistek führte den Heimsieg vor allem auf Einsatz, Kampfgeist und den größeren Willen zurück und genau das trug sein Team bis zum späten Siegtor.

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Der Abend begann für die Gastgeber zunächst mit einem Rückschlag. Schon in der 6. Minute brachte Jakob Damsky die Gäste mit 1:0 in Führung. Entscheidend war aber, dass sich die Badener davon nicht lange beeindrucken ließen. In der 17. Minute stellte Dominik Beier auf 1:1, nur drei Minuten später legte Michel Sandic das 2:1 nach. Damit hatte Baden die Partie noch vor der Pause gedreht und ging mit einer knappen Führung in die Kabine. Sistek sprach nach dem Spiel davon, dass seine Mannschaft gut hineingefunden habe und für ihn über die gesamten neunzig Minuten das Gefühl da gewesen sei: "Wir waren die bessere Mannschaft."
Ganz erledigt war die Sache damit aber noch nicht. Direkt nach Wiederbeginn wurde es wieder offen, weil ein Eigentor von Lorik Zukaj in der 46. Minute das 2:2 brachte. Gerade solche Momente können ein Spiel leicht kippen lassen, doch Baden blieb in den Augen seines Trainers bei sich. Sistek verwies darauf, dass er auch nach den Gegentreffern nie den Eindruck gehabt habe, Günselsdorf würde seine Mannschaft beherrschen. Stattdessen habe Baden weiter an die eigene Linie geglaubt. Belohnt wurde das erst spät: Tomislav Tadic traf in der 78. Minute zum 3:2. Eine Minute danach sah Laurenz Winkler aufseiten der Gäste Rot, Günselsdorf musste die Schlussphase also in Unterzahl bestreiten. Sistek ordnete genau diese letzte Wendung als spielentscheidend ein: "Wenn du kurz vor Schluss das 3:2 machst und es dann über die Bühne bringst, ist das natürlich ein super Zeitpunkt." Dazu kam aus seiner Sicht auch, dass "heute das Glück ein bisschen auf unserer Seite war".
Was dem Trainer an diesem Abend am besten gefallen hat, war nicht irgendeine Einzelaktion, sondern die Haltung seiner Mannschaft. "Der Wille hat gesiegt", sagte Sistek sehr deutlich. Noch konkreter wurde er mit dem Satz: "Wir wollten den Sieg mehr." Gerade gegen einen Gegner, den er als aggressiv und hart beschrieb, sei das wichtig gewesen. Umso zufriedener war er damit, dass sich seine Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen ließ. "Wir haben uns nicht provozieren lassen", meinte der Coach, der auch das Kollektiv ausdrücklich hervorhob: "Die ganze Mannschaft hat einen super Willen gezeigt und genauso holt man sich drei Punkte." Ganz ohne Kritik blieb der Heimsieg aber nicht. Sistek wünscht sich weiterhin "noch längere Ballbesitzphasen" sowie ein besseres Positions- und Passspiel. Auch das passt zu diesem 3:2: Die Badener haben sich die Punkte mit Einsatz und Moral geholt, sehen im eigenen Spiel mit dem Ball aber noch genug Dinge, an denen in den kommenden Wochen gearbeitet werden kann.