Im Derby der 2. Klasse Triestingtal hat 1.SC Felixdorf gegen 1. SC Sollenau mit 2:0 gewonnen und bleibt damit nach sieben Runden ungeschlagen an der Spitze. Trainer Thomas Hartberger sprach von einem erwarteten schweren Abend vor rund 400 Zuschauern, weil Sollenau tief verteidigte und Felixdorf lange Geduld brauchte. Tobias Gersch brach die Partie kurz vor der Pause auf, Christoph Grasmuck machte sie spät zu. Für Hartberger war vor allem dieses erste Tor die große Erleichterung.

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Für Hartberger war es genau das Spiel, das er im Vorfeld erwartet hatte. "Es war das angedachte schwere Spiel", sagte der Felixdorfer Trainer nach dem Derby, in dem die Zuschauer viel Einsatz und wenig freien Raum zu sehen bekamen. Sollenau stellte sich in der ersten Halbzeit sehr tief auf. "Sollenau hatte einen klaren Plan", meinte Hartberger. Die Gäste verteidigten mit "acht, neun Leuten hinten" und machten es dem Tabellenführer damit schwer, früh in den Rhythmus zu kommen. Ganz ohne Möglichkeiten blieb Felixdorf trotzdem nicht. Hartberger sprach von guten Chancen, bei denen zweimal noch vor der Linie gerettet wurde. In der 42. Minute fiel dann doch das 1:0: Über die linke Seite und nach einem Doppelpass kam Tobias Gersch zum Abschluss, sein Versuch sprang von der Latte klar hinter die Linie. Hartberger nannte es ein "wirklich schönes, rausgespieltes Tor", und genau dieser Treffer änderte die Stimmung der Partie.
Mit dieser Führung änderte sich das Spiel spürbar. "Das 1:0 war eine Erleichterung", sagte Hartberger, weil Sollenau danach mehr tun musste und das enge Bild aus der ersten Hälfte nicht mehr ganz halten konnte. Nach der Pause wurde das Derby offener, ohne dass Felixdorf die klareren Chancen aus der Hand gab. Hartberger hob aber vor allem hervor, dass seine Mannschaft auch in dieser Phase die besseren Möglichkeiten hatte. Nach seiner Einwechslung setzte Christoph Grasmuck zunächst einen Ball an die Innenstange, nachdem er sich stark durchgesetzt hatte. In der 83. Minute machte er es dann besser, staubte souverän zum 2:0 ab und setzte damit, wie Hartberger sagte, "den Deckel drauf". Für den Trainer waren genau diese beiden Tore "das Ausschlaggebende".
Dass Felixdorf dieses Derby gewann, lag für den Trainer aber nicht nur an den beiden Treffern, sondern auch an der Arbeit gegen den Ball. "Wir haben wieder zu null gespielt. Die Abwehr hat funktioniert mit dem Tormann", sagte Hartberger und nannte genau das den Grundstein seiner Mannschaft. Gerade in einem Spiel, in dem sich spielerisch nicht alles leicht anfühlte, bekam dieser Punkt zusätzliches Gewicht. Hartberger verschwieg auch nicht, wo er noch Luft nach oben sieht. "Verbesserungswürdig ist sicher die spielerische Linie. Das war diesmal gegenüber Schönau nicht so besonders, oder sagen wir: Es geht besser." Damit beschrieb er einen Auftritt, der nicht über neunzig Minuten glänzte, aber sehr klar zeigte, worauf sich Felixdorf im Moment verlassen kann. Hinten stand die Mannschaft stabil, vorne wartete sie geduldig auf die Momente, in denen das Spiel endlich aufging.
Entsprechend fiel auch Hartbergers Blick auf den Gegner aus. Er betonte mehrmals, wie unangenehm Sollenau dieses Derby angelegt hatte. "Sollenau hat sich sehr gut verkauft und eine Topleistung gebracht", sagte der Felixdorfer Trainer. Besonders die Haltung der Gäste imponierte ihm. "Jeder hat sich aufgeopfert für dieses Spiel und 110 Prozent gegeben", meinte Hartberger, der auch darauf verwies, wie schwierig solche Partien für einen Favoriten werden können, wenn der Gegner mit großer Disziplin und viel Bereitschaft auftritt. Positiv beurteilte er außerdem die Spielleitung. "Der Schiedsrichter hat wirklich gut gepfiffen", sagte Hartberger. Er habe vieles laufen lassen, ohne kleinlich zu werden. Für Felixdorf steht damit der siebente Sieg im siebenten Spiel und die Tabellenführung mit 21 Punkten. Gerade weil es kein leichter Abend war, dürfte dieses 2:0 für die Gastgeber besonders wertvoll sein: Felixdorf blieb ruhig, hielt hinten dicht und fand in einem zähen Derby genau im richtigen Moment die Tore.