In der 2. Klasse Triestingtal hat FC AS Logistik Tribuswinkel am Freitagabend gegen ASK Blumau eine deutliche 1:6-Heimniederlage hinnehmen müssen. Zur Pause war beim 1:2 noch vieles offen, nach dem Seitenwechsel kippte die Partie aber klar. Trainer Kenan Yildirim machte vor allem das 1:3 als Wendepunkt aus und sprach danach von einem „Tag zum Vergessen“.

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Ganz so klar, wie es das Endergebnis vermuten lässt, war die Partie zunächst nicht. Yildirim beschrieb die ersten 45 Minuten als ausgeglichen und sagte: „In der ersten Halbzeit war es ein offenes Spiel.“ Blumau ging in der 25. Minute durch Hüseyin Erdogdu in Führung und legte nur vier Minuten später durch Drin Ismaili das 0:2 nach. Dass Tribuswinkel trotzdem im Spiel blieb, lag am schnellen Anschluss: Florian Scharz verkürzte in der 30. Minute auf 1:2, und mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Aus Sicht des Trainers lag genau in dieser Phase mehr drin, weil seine Mannschaft ihre Möglichkeiten nicht nutzte. „Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht gemacht, beziehungsweise der gegnerische Tormann war gut drauf“, sagte Yildirim und machte damit klar, dass seine Mannschaft da noch nicht entscheidend unterlegen war.
Der eigentliche Bruch kam dann kurz nach Wiederbeginn. In der 58. Minute traf Muhammed Kale zum 1:3, und genau dieses Tor stellte Yildirim in seiner Analyse in den Mittelpunkt. „Ausschlaggebend war das 1:3 nach der Halbzeit. Ab dem Zeitpunkt haben wir das Spiel komplett verloren und verdient verloren“, sagte der Trainer offen. Was danach folgte, sprach er ebenso deutlich an. Tribuswinkel fand laut Yildirim nicht mehr in die Zweikämpfe, die Kompaktheit ging verloren und auch im läuferischen Bereich ließ seine Mannschaft nach. Blumau nutzte das konsequent aus und zog innerhalb weniger Minuten entscheidend davon. In der 64. Minute erhöhte Gurur Veltan auf 1:4, in der 69. Minute stellte Umut Yildiz auf 1:5. Den Schlusspunkt setzte wieder Muhammed Kale mit dem 1:6 in der 86. Minute. Für Yildirim war vor allem die Reaktion seiner Mannschaft auf das dritte Gegentor schwer zu akzeptieren: „Man hat gemerkt, dass sie nach dem dritten Gegentor den Kopf hängen gelassen haben und einfach aufgehört haben zu spielen.“
Nach dem Schlusspfiff suchte der Tribuswinkel-Coach keine Nebenschauplätze, sondern blieb bei einer nüchternen Einordnung der eigenen Leistung. „Die Kompaktheit hat gefehlt, der Einsatzwille, die Laufbereitschaft. Es war ein Tag zum Vergessen“, sagte Yildirim. Gleichzeitig erkannte er an, dass Blumau die Partie vor allem im zweiten Durchgang deutlich besser aufgezogen hatte. „Blumau hat ihre Chancen sehr gut genutzt und fast durch jeden Schuss ein Tor gemacht“, lautete sein Urteil. Auch beim Vergleich der beiden Mannschaften kam er zum selben Schluss: Während Tribuswinkel seine Möglichkeiten vor der Pause nicht nutzte und nach dem Seitenwechsel kaum noch gefährlich wurde, war Blumau vor dem Tor wesentlich effizienter. „In der zweiten Halbzeit haben wir fast gar keine Chancen mehr gehabt, da war Blumau deutlich besser“, sagte Yildirim. Den Schiedsrichter bewertete er dabei ausdrücklich unaufgeregt: „Der Schiedsrichter war ganz okay, unauffällig. Er hat das Spiel gut im Griff gehabt.“ Für Tribuswinkel bleibt damit vor allem die Aufgabe, die eigene Stabilität wiederzufinden, denn die klaren Worte des Trainers zeigen, dass ihn weniger das nackte Ergebnis als vielmehr der Einbruch nach dem 1:3 beschäftigt.