In der 2. Klasse Triestingtal hat sich ASK Blumau am Samstag mit ASK Ebreichsdorf II 1:1 getrennt. Aus Sicht von Ebreichsdorf-Trainer Alexander Bergmann war es ein offenes Spiel auf schwierigem Boden, in dem beide Mannschaften etwas für die Partie taten. Die Gäste mussten einem frühen Rückstand nachlaufen, kamen aber nach der Pause zurück und nahmen einen Punkt mit. Ganz unzufrieden war Bergmann damit trotzdem nicht.

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Der Start in die Partie war nach Bergmanns Eindruck auf beiden Seiten von den Platzverhältnissen geprägt. "Der Beginn war etwas holprig von beiden Mannschaften, aber mit Spieldauer haben wir immer besser ins Spiel gefunden", sagte der Trainer der Gäste. Trotzdem geriet seine Mannschaft schon früh ins Hintertreffen. In der 9. Minute brachte Daniel Stanojevic die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Bergmann machte kein großes Geheimnis daraus, warum dieses Tor fiel. "Das 1:0 des Gegners war durch einen Eckball, der gut hereingebracht worden ist. Wir hatten eigentlich viermal die Chance, den Ball zu klären, haben es aber nicht getan." Blumau nahm diesen Vorsprung mit in die Pause, Ebreichsdorf II aber blieb laut seinem Trainer trotz des Rückschlags ordentlich im Spiel.
Genau das war aus Bergmanns Sicht ein wesentlicher Punkt an diesem Nachmittag. Er sprach von einem Spiel, das "von beiden Mannschaften mit offenem Visier geführt" wurde, und meinte damit eine Partie, in der beide Teams immer wieder den Weg nach vorne suchten. Ebreichsdorf II verlor nach dem Rückstand nicht den Faden, sondern arbeitete weiter an seinem Spiel. "Die Spieler haben sich wirklich sehr bemüht und nicht aufgegeben. Wir haben mit sehr viel Disziplin und Ehrgeiz unser Spiel weitergeführt", erklärte Bergmann. Diese Haltung zahlte sich in der 66. Minute aus. Nach einem gut ausgeführten Standard über die rechte Seite traf Lawin Hasan zum 1:1 und brachte die Gäste damit verdient zurück. Für den Trainer war dieser Treffer auch deshalb wichtig, weil er die zuvor gezeigte Disziplin und die guten Kombinationen seiner Mannschaft bestätigte.
Mit dem Endstand konnte Bergmann grundsätzlich leben, auch wenn er in seiner Analyse klar erkennen ließ, dass für seine Mannschaft mehr möglich gewesen wäre. "Vom Grundprinzip geht das Unentschieden in Ordnung, weil beide Mannschaften etwas für das Spiel getan haben", sagte er. Im gleichen Atemzug legte er aber nach: "Hätten wir die Chancen besser genutzt, wäre auch ein Sieg drinnen gewesen, aber genauso hätte der Gegner auch einen Sieg erringen können." Gerade diese Einordnung beschreibt die Partie aus Sicht der Gäste ziemlich gut. Ebreichsdorf II hatte nach Meinung des Trainers einen ordentlichen Spielaufbau, arbeitete diszipliniert in beide Richtungen und kam auch zu Möglichkeiten. "Was gut funktioniert hat, war der Spielaufbau sowie auch der Ehrgeiz und die Disziplin, offensiv wie defensiv. Die Torchancenherausarbeitung war auch sehr gut." Was am Ende fehlte, war für ihn aber klar zu benennen: "Der Torabschluss, der letzte Pass."
Auch den Gegner ordnete Bergmann sachlich ein. Blumau sei "sehr bemüht" gewesen, habe immer versucht mitzuspielen und sei vor allem "durch lange Bälle" sowie über Umschaltsituationen gefährlich geworden, wenn Ebreichsdorf die Räume zu offen hatte. Damit war das Spiel aus seiner Sicht auch erklärt: zwei Mannschaften, die etwas tun wollten, zwei Teams mit Chancen und am Ende ein Ergebnis, das man vertreten kann. Diskussionen über besondere Aufreger oder den Schiedsrichter gab es laut Bergmann keine. So bleibt für Ebreichsdorf II nach diesem 1:1 ein Auftritt, auf dem man aufbauen kann, aber auch eine klare Erkenntnis. Der Trainer brachte sie nach dem Schlusspfiff knapp und treffend auf den Punkt: "Wir waren für den Torabschluss einfach nicht zielstrebig genug."