Was für ein Derby! Nach über zwei Jahrzehnten Pause kam es endlich wieder zum heiß ersehnten Aufeinandertreffen zwischen dem USC Grafenwörth und dem USC Fels – und das hatte es in sich: Emotionen, Wendungen, hitzige Zweikämpfe und eine historische Revanche. Fels setzte sich nach 90 intensiven Minuten mit 3:2 durch und krönte sich damit zum Derbysieger in einem Spiel, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Schon vor Anpfiff war klar: Dieses Duell ist mehr als nur ein Ligaspiel. Daniel Wertheim, Trainer von Fels, wurde im Sommer vom Lokalrivalen abgeworben. Sieben (!) seiner aktuellen Spieler liefen früher für Grafenwörth auf – und ausgerechnet beim Derby trafen Vergangenheit und Gegenwart frontal aufeinander.
Grafenwörth, das die Auftaktrunde mit einer 2:7-Klatsche hinter sich hatte, zeigte sich unter Neo-Coach Kristijan Krajina (vormals Co-Trainer von Wertheim) deutlich verbessert. Bereits in der 10. Minute brachte Marc Finz die Hausherren überraschend mit 1:0 in Führung – der Außenseiter war plötzlich obenauf.
Doch Fels ließ sich nicht beirren. Nico Schneider – Mann des Spiels – glich in der 69. Minute aus und legte nur drei Minuten später mit dem 1:2 nach. Grafenwörth konterte erneut: Jonas Entrup traf in der 76. Minute zum 2:2.
Doch die Antwort folgte prompt: Lucas Fiegl erzielte in der 82. Minute das 2:3 – und sorgte für kollektiven Jubel im Fels-Lager.
Das Spiel war geprägt von Leidenschaft, Tempo und insgesamt acht Gelben Karten, darunter auch eine Verwarnung für Fels-Trainer Daniel Wertheim, der sich in der Coaching-Zone nicht zurückhielt.
Bemerkenswert: Fels verzichtet seit diesem Sommer komplett auf Legionäre und vertraut stattdessen auf regionale Qualität – mit Erfolg.
Fels-Trainer Daniel Wertheim: "Gratulation an Grafenwörth zu einer bärenstarken kämpferischen Leistung, Kristijan hat sein Team top eingestellt, aber am Ende hat unsere Stärke bei Standards entschieden und unsere Mentalität... Wir sind extrem erleichtert und happy über diesen historischen Sieg, haben aber noch einen weiten Weg zu gehen diese Saison, um unsere Ziele zu erreichen."