Ein intensiver Rückrundenstart für ESV Keyif Krems in der 2. Klasse Wachau/Donau: Gegen USV Furth beschrieb Ilie Bejerita eine Partie, in der körperliche Präsenz und Zweikampfhärte den Ton angaben. Sein Team habe über weite Strecken den Ball kontrolliert, doch vor allem in der ersten Hälfte setzte der Gegner kräftige Akzente. Krems erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten, haderte aber mit der Ausbeute und kam nach dem Ausgleich noch einmal mit voller Wucht – am Ende ohne den entscheidenden Durchbruch. Standards brachten keinen Vorteil, strittige Situationen gab es aus Sicht des Trainers nicht. Trotz der Spannung über die vollen 90 Minuten überwog bei Bejerita die Enttäuschung über den Auftakt der Rückrunde – verbunden mit der klaren Ansage, die richtigen Schlüsse zu ziehen und sofort in die nächste Trainingswoche zu tragen.

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Bejerita ordnete die Partie als physisch geprägte Auseinandersetzung ein: „Das Spiel war stark auf Zweikämpfe betont.“ Sein Eindruck: Krems hatte über längere Phasen mehr Kontrolle im Ballbesitz, bekam jedoch gerade vor der Pause die Wucht des Gegners zu spüren. „Wir hatten den Ball, aber die Gegner waren in der ersten Halbzeit körperlich präsenter.“ Diese Gemengelage bestimmte den Rhythmus – viel Intensität, viele direkte Duelle, immer wieder Nadelstiche in beide Richtungen. Aus Kremser Sicht entwickelte sich daraus ein zähes Ringen um Räume zwischen den Linien und den Moment, in dem eine gute Aktion die Partie auf den Kopf stellen könnte. Das Spiel blieb dadurch permanent offen und emotional aufgeladen, ohne sich lange in reinen Verwaltungsphasen zu verlieren.
Im letzten Drittel hakte es – das machte der Trainer ohne Umschweife deutlich. „Wir hatten sehr viele Torchancen, aber leider nur ein Tor erzielt.“ Die Kremser kamen in aussichtsreiche Positionen, verpassten jedoch das Timing beim Abschluss oder scheiterten an der vielbeinigen Further Defensive. Speziell bei ruhenden Bällen blieben die Hausherren unter ihrem Potenzial. Bejerita fand dafür klare Worte: „Uns ist einfach nichts gelungen: Keine Standards, nichts hat so funktioniert, wie es geplant war.“ Genau diese fehlende Durchschlagskraft aus Ecken und Freistößen nahm dem Spiel der Gastgeber einen sonst verlässlichen Hebel – ein Aspekt, der in engen Partien oft den Unterschied macht. Dass Krems dennoch immer wieder gefährlich wurde, unterstreicht die vorhandene Dominanz im Spiel mit dem Ball, doch Effizienz und Präzision fehlten an diesem Abend zu häufig.
Die Begegnung kippte in ihrer Dynamik mehrfach: Krems geriet früh mit 0:1 in Rückstand (Torschütze: Stefan Hieke). Der Ausgleich fiel in der 74. Minute (Torschütze: Timotej Toth) – der Startschuss für eine druckvolle Schlussoffensive der Hausherren. Bejerita schilderte die Phase so: „Wir haben nach dem Ausgleich alles probiert, um noch das Siegtor zu erzielen, aber Furth hat das sensationell verteidigt.“ Strittige Aktionen standen dabei nicht im Mittelpunkt – sie spielten laut Trainer keine Rolle. Zur Gesamtatmosphäre sagte er: „Es war am Ende ein spannendes Spiel. Leider haben wir unseren Rückrundenstart versaut.“ Trotz der Frustration klang im Fazit ein Weckruf mit: „Hoffentlich ist es eine gute Klatsche für die nächsten Spiele.“ Seine Worte zeichnen das Bild einer Mannschaft, die sich Chancen erarbeitet, im Detail aber konsequenter werden muss – bei der Verwertung, bei Standards und in den Momenten, wenn der Gegner, wie Furth in der Schlussphase, kompromisslos verteidigt.