In einem intensiven Duell der 2. Klasse Wachau/Donau zwischen SV St. Andrä-Wördern und Langenrohr II ordnete Trainer Faiz Bedzeti die turbulente Partie als leistungsgerecht ein. Er sah eine klar an die Gäste gehende erste Hälfte und eine vehemente Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause. Hohe Intensität, hohes Tempo und prägende Standards bestimmten die Begegnung – das 4:4 steht für Bedzeti sinnbildlich für einen wilden, aber fairen Abend, an dem sein Team Moral bewies und phasenweise die Kontrolle zurückeroberte.

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Bedzeti brachte es auf den Punkt: „Die erste Halbzeit geht klar an Langenrohr. In der zweiten Halbzeit haben wir Gas gegeben, waren zeitweise spielbestimmend – im Endeffekt ein gerechtes Unentschieden.“ Früh legte St. Andrä-Wördern vor: Christopher Sommer traf in der 22. Minute zum 1:0. Langenrohr II antwortete umgehend – Lukas Halbritter glich in der 26. Minute zum 1:1 aus, ehe Marcel-Ambros Halbritter mit Treffern in der 29. und 35. Minute auf 1:3 stellte. Nach dem Seitenwechsel leitete Alexander Skrabal mit dem 2:3 in der 54. Minute die Aufholjagd ein. Doch die Gäste schlugen durch den dritten Streich von Marcel-Ambros Halbritter in der 59. Minute nochmals zurück – 2:4. In einer furiosen Schlussphase stemmte sich St. Andrä-Wördern gegen die drohende Niederlage: Deniz Erdogan verkürzte in der 82. Minute auf 3:4 und krönte die Aufholjagd in der 90. Minute mit dem Ausgleich zum 4:4. Halbritter schnürte damit einen Dreierpack, während die Hausherren ihre Moral eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Die Begegnung stand im Zeichen eines hohen Grundtempos. „Das Tempo war über das ganze Spiel enorm hoch, verständlich, dass in den letzten Minuten die Kräfte nachlassen“, erklärte Bedzeti. Standardsituationen wirkten immer wieder als Katalysator für die Wendungen. Der Coach betonte: „Standards waren auf beiden Seiten gut – zwei teure Standardsituationen, beide nach Eckbällen, haben uns wehgetan.“ Über 90 Minuten spiegelte das Remis für ihn die Kräfteverhältnisse: vor der Pause klare Vorteile für die Gäste, danach setzte die Heimelf mit Mut, Tempo und Nervenstärke deutliche Akzente.
Trotz der Dramatik blieb die Regelauslegung unstrittig. „Der Schiedsrichter hat souverän gepfiffen, es gab keine zwingend heiklen Szenen“, sagte Bedzeti. Mit Blick auf die nächste Aufgabe erwartet er erneut ein intensives Kräftemessen: An das hohe Tempo anknüpfen, Standards stabilisieren und die Mentalität der zweiten Halbzeit vom Anpfiff weg auf den Platz bringen – dann kann der nächste enge Fight in die gewünschte Richtung kippen.