Spielberichte

Stefan Griesslehner (Trainer SK Tulbing): "Wir wollten den Sieg einen Tick mehr"

USC Fels
SK Tulbing

In der 2. Klasse Wachau/Donau lieferte der SK Tulbing beim USC Fels ein spätes Ausrufezeichen: Das Topspiel endete 1:2 aus Sicht der Gastgeber. Nach einer torlosen ersten Hälfte legte Fels nach der Pause vor, doch Tulbing drehte die Partie mit zwei mutigen Weitschüssen. Trainer Stefan Griesslehner sprach von einer kämpferisch starken Mannschaft und davon, dass sein Team den Sieg „einen Tick mehr“ wollte – der Lohn waren drei wichtige Auswärtspunkte.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

Image by Sepp from Pixabay

Geduld bis zur Pause – Tulbing hält mit Kampfgeist dagegen

Die Partie brauchte Anlaufzeit. Beide Teams begegneten sich mit Respekt, das Spiel blieb lange eng, zur Pause stand es 0:0 (45.). Von außen war zu spüren, dass hier zwei Mannschaften aus dem Vorderfeld aufeinandertrafen. Tulbings Trainer Stefan Griesslehner hob nach dem Spiel genau diesen Charakter hervor: „Eine kämpferisch tolle Leistung unseres Teams, die am Ende mit einem Sieg belohnt wurde.“ Während seine Elf viel Laufarbeit investierte und geschlossen verteidigte, suchte Fels immer wieder den Weg über Kombinationen. „Der Gegner hat immer wieder versucht, sich durchzukombinieren“, beschrieb Griesslehner die Ausrichtung der Hausherren. Tulbing blieb geduldig, ließ sich nicht aus der Ordnung ziehen und wartete auf seine Momente. „Hervorzuheben ist die geschlossene, kämpferische Mannschaftsleistung und der unbedingte Wille“, sagte der Coach – eine Beschreibung, die zum Bild dieses zähen ersten Durchgangs passte.

Fels trifft zuerst – Tulbing antwortet doppelt aus der Distanz

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zunächst Richtung Heimteam: Matthias Tschany brachte Fels in der 73. Minute mit 1:0 in Führung. Tulbing brauchte einen kühlen Kopf – und fand ihn. Nur sechs Minuten später schlug Rene Mjka zu und stellte auf 1:1 (79.). Danach blieb der Gast am Drücker. In Minute 84 legte Daniel Köpf nach und drehte das Spiel endgültig auf 1:2. Besonders bemerkenswert: Beide Tulbinger Treffer fielen nach Weitschüssen. „Hervorzuheben sind die zwei wunderschönen Tore, von knapp über der Mittellinie“, erklärte Griesslehner und lieferte die Begründung gleich mit: „Jeweils stand der Torwart zu weit vor dem Tor, unsere Spieler haben das gesehen und gekonnt ausgenutzt.“ Fels warf in der Schlussphase noch einmal alles rein, doch es reichte nicht mehr. In der Nachspielzeit (91.) sah Simon Lackner bei den Gastgebern noch Rot, am Ergebnis änderte das nichts mehr.

„Einen Tick mehr“ Wille – Einschätzung zu Gegner, Schiri und Ausblick

Was gab am Ende den Ausschlag? Für Stefan Griesslehner war die Antwort klar. „Ich glaube, dass wir den Sieg einen Tick mehr wollten und mehr dafür gekämpft haben“, sagte der Tulbinger Trainer und verwies noch einmal auf die mannschaftliche Geschlossenheit: „Der unbedingte Wille hat heute den Unterschied gemacht.“ Den USC Fels erlebte er als spielstarke Truppe, die „immer wieder versucht hat, sich durchzukombinieren“ – umso wertvoller wirkte der Auswärtssieg beim Tabellenzweiten. Auch zum Unparteiischen fand Griesslehner klare Worte, ohne großes Aufheben zu machen: „Der Schiedsrichter hat eine grundsätzlich solide Leistung gebracht.“ Mit diesem 2:1 beim entthronten Tabellenführer untermauert Tulbing seinen Anspruch, oben mitzuspielen.

2. Klasse Wachau/Donau: Fels : SK Tulbing - 1:2 (0:0)

  • 84
    Daniel Köpf 1:2
  • 79
    Rene Mjka 1:1
  • 73
    Matthias Tschany 1:0