In der 2. Klasse Wachau/Donau feierte der SK Tulbing einen 5:2-Heimsieg gegen den SV Sieghartskirchen. Trainer Stefan Griesslehner sprach von einem sehr emotionalen Spiel und hob den unbändigen Willen hervor: „Von der ersten Minute an war klar zu sehen, dass wir unbedingt gewinnen wollen.“ Zur Pause stand es 2:0, am Ende machten späte Treffer den klaren Derby-Erfolg perfekt. Auch zwei strittige Elfmeter – einer auf jeder Seite – änderten daran nichts.

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Von Beginn an hatten die Hausherren mehr vom Spiel, genau so schilderte es Stefan Griesslehner: „Wir haben stark begonnen und hätten bereits nach 10 Minuten führen können.“ Die Führung fiel dann nach einem Standard: In Minute 22 traf Mario Jelec zum 1:0 nach einem Eckball. Nur sechs Minuten später legte Daniel Köpf das 2:0 nach – damit ging Tulbing mit einem „guten Ergebnis in die Pause“, wie der Trainer betonte. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste durch Mirzad Fejzic (60.) auf 2:1 heran, doch die Antwort der Heimischen folgte postwendend: Wieder Köpf stellte in der 61. Minute auf 3:1. Auch das 3:2 von Daniel Walter (82.) brachte Tulbing nicht aus dem Rhythmus. In der Schlussphase sorgte Mohamed Ali Ben Hadj Amor mit einem Doppelpack in der 88. Minute und in der Nachspielzeit (90+3) für das 4:2 und den 5:2-Endstand.
Auf die Frage nach dem Schlüssel zum Derbysieg blieb Griesslehner konsequent beim Kollektivgedanken: „Einen besonderen Moment gab es in dem Sinn nicht, es war der unbändige Wille des Teams.“ Der Coach hob hervor, dass die Führung zur richtigen Zeit fiel: „Wichtig war natürlich das 1:0 und dann auch das 2:0 – so konnten wir mit einem guten Ergebnis in die Pause gehen.“ Nach dem Wechsel bestätigten die Spieler die Leistung: „In der zweiten Halbzeit haben wir die Tore auch jeweils zur richtigen Zeit erzielt und so war der Sieg eigentlich nie in Gefahr.“ Insgesamt fasste er die Leistung in drei Worten zusammen: „Wille, Disziplin und Spielfreude.“ Mehr brauchte es an diesem Nachmittag nicht, um in einem emotionalen Spiel die Oberhand zu behalten.
Diskussionsstoff gab es rund um zwei Strafstöße. Griesslehner ordnete das ruhig ein: „Es gab zwei strittige Elfmeter, einer für Tulbing und einer für Sieghartskirchen. Das waren harte Entscheidungen, aber ansonsten hatte der Schiedsrichter alles im Griff.“ Sein Fazit zur Bedeutung des Spiels war klar: „Man hat gemerkt, wie wichtig dieser Derbysieg für den ganzen Verein ist, und das freut mich für die Spieler, die Zuschauer und den vielen Helfern im gesamten Verein.“ Tulbing liegt auf Rang drei (38 Punkte), Sieghartskirchen auf Platz fünf (32). Mit dieser Mischung aus Entschlossenheit und Spielfreude gehen die Tulbinger nun selbstbewusst in die nächsten Aufgaben.