In der 2. Klasse Wachau/Donau hat der SV Zwentendorf gegen Langenrohr II ein 0:2 zur Pause noch in ein 4:3 verwandelt. Nach einem ernüchternden Beginn fanden die Zwentendorfer in Hälfte zwei über Tempo, Bewegung und viel Laufarbeit zurück ins Spiel. „Wir haben in der Halbzeit ein paar Dinge angesprochen und dann schnell reagiert“, sagte Trainer Vincent Bögi. Die Torschützen: Luigi Lacona doppelt, dazu Martin Wentseis und Tobias Trixner; für die Gäste traf Marcel-Ambros Halbritter dreimal.

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Die Geschichte der ersten halben Stunde war aus Zwentendorfer Sicht schnell erzählt – und sie passte zum Urteil des Trainers. „Wir haben die ersten 25 Minuten komplett verschlafen. Viele Fehlpässe, keine Bewegung“, brachte es Vincent Bögi auf den Punkt. Langenrohr II nutzte diese Phase eiskalt aus: Bereits in Minute 5 stellte Marcel-Ambros Halbritter auf 0:1, sechs Minuten später legte derselbe Angreifer zum 0:2 nach (11.). „Langenrohr hat am Anfang gut in die Tiefe gespielt“, lobte Bögi die Zielstrebigkeit des Gegners. Bis zur Pause blieb es beim klaren 0:2, die Hausherren gingen mit viel Gesprächsstoff in die Kabine.
Aus dieser Kabine kam ein anderes Heimteam. „In der Halbzeit haben wir ein paar Sachen angesprochen und sind gut herausgekommen. Innerhalb von zwölf Minuten haben wir das Spiel gedreht, vier Tore geschossen“, schilderte Bögi. Den Startschuss setzte Luigi Lacona mit dem 1:2 in der 55. Minute, drei Minuten später traf er erneut zum 2:2 (58.). Keine 60 Sekunden danach drehte Martin Wentseis die Partie komplett auf 3:2 (59.). Als Tobias Trixner in Minute 66 das 4:2 nachlegte, war der Zwentendorfer Lauf perfekt. Woran es lag? Bögi: „Wir haben’s einfach schnell gemacht. Jeder hat sich bewegt.“ Laufbereitschaft und Tempo kippten die Partie.
Langenrohr II steckte nicht auf. Marcel-Ambros Halbritter meldete sich in der 76. Minute mit seinem dritten Treffer des Tages zurück und stellte auf 4:3 – die Schlussphase war damit wieder offen. Zwentendorf blieb dennoch stabil in den Duellen und verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff. „In der zweiten Halbzeit waren Laufbereitschaft und Kampfgeist da“, hob Bögi die Reaktion seines Teams hervor. Auch ein Wort zum Unparteiischen durfte sein: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Unterm Strich standen ein wilder Dreh nach der Pause und drei wichtige Punkte nach harter Arbeit.
Für Vincent Bögi war der Unterschied zwischen den Halbzeiten eindeutig. „Wir sind in der zweiten Halbzeit als Mannschaft aufgetreten, die ein Derby gewinnen will, und haben das Spiel gedreht“, fasste der Zwentendorf-Trainer zusammen. Der Kern dieser Wende lag für ihn in einfachen Tugenden: mehr Bewegung, schneller spielen, füreinander laufen. Dass Langenrohr II mit seinem Vertikalspiel immer gefährlich blieb, ist für Bögi zugleich Mahnung und Lernstoff. Aus Zwentendorfer Sicht zählt aber vor allem das Gefühl nach dem Abpfiff: Die Reaktion hat gestimmt – und genau diese Energie möchte man mitnehmen.