In der 20. Runde der 2. Klasse Wachau/Donau setzte sich der SC Hadersdorf mit 1:0 gegen den 1. FC Union Stein durch. Zur Pause stand es 0:0, das Goldtor fiel kurz nach der Halbzeit. Gasttrainer Thomas Hennebichler haderte vor allem mit der Chancenverwertung: Seine Elf war vor der Pause tonangebend, ließ aber alles liegen – entschieden wurde die Partie nach einem Eckball. Torschütze war in Minute 49 Mark Leutl. Der Sieg hält Hadersdorf oben dran, Stein will die guten Ansätze endlich in Zählbares ummünzen.

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Die Geschichte der ersten 45 Minuten erzählte sich aus Steiner Sicht schnell: Die Gäste hatten mehr vom Spiel, setzten früh Akzente und kamen immer wieder gefährlich in den Strafraum. Thomas Hennebichler brachte es auf den Punkt: „Wir waren in der ersten Halbzeit klar die dominante Mannschaft, hatten sehr viele Chancen, zwei Lattentreffer, drei gute Konter.“ Der Haken: Der Ball wollte nicht über die Linie. „Leider haben wir das Tor nicht gemacht“, so der Trainer, der die Leistung seiner Mannschaft dennoch lobte. „Wir haben den Gegner in den ersten 45 Minuten ein Stück weit an die Wand gespielt.“ Genau darin lag zugleich das Dilemma des Abends: viel Aufwand, viele gute Momente, aber keine Führung – und so ging es mit 0:0 in die Kabinen.
Nach Wiederbeginn reichte Hadersdorf eine Szene, um das Spiel kippen zu lassen. In Minute 49 segelte ein Eckball in den Steiner Strafraum, Mark Leutl tauchte an der zweiten Stange auf und köpfelte zum 1:0 ein. Hennebichler schilderte den Knackpunkt so: „Das war eine Standardsituation, ein Eckball. Wir haben einen Gegenspieler aus den Augen verloren, der auf die zweite Stange durchgelaufen ist und frei zum Kopfball kam. Da war ein bisschen Unordnung dabei.“ Mit dem Rückstand änderte sich das Spiel: Stein musste aufmachen. „Natürlich mussten wir dann etwas aufmachen und sie kamen zu mehr Möglichkeiten“, sagte Hennebichler, der Hadersdorf zugleich Respekt zollte: „Am Ende des Tages hat Hadersdorf enorme individuelle Qualität, die in der zweiten Halbzeit besser zur Geltung gekommen ist.“
Bei der Analyse blieb der Gästecoach konsequent: „Nur der Abschluss. Es hat an der Abschlussqualität gefehlt. Wir hatten sehr viele Chancen und haben leider kein Tor gemacht. Das ist das Einzige, was man meiner Mannschaft vorwerfen kann.“ An Einsatz, Mut und Spielfreude mangelte es nicht, gerade vor der Pause sprach Hennebichler von einer „spektakulären ersten Halbzeit“. Positiv strich er den Rahmen hervor: „Die Schiedsrichterleistung war diese Woche wieder top. Es gab keine strittigen Situationen. Ein sehr, sehr fair geführtes Match – auf beiden Seiten vorbildlich.“
In der Tabelle liegt Stein laut letztem Stand mit 22 Punkten im Mittelfeld, Hadersdorf hält Kontakt nach oben. Der Blick der Gäste richtet sich nun nach vorn: Die vielen guten Ansätze sollen in den kommenden Wochen endlich auch wieder in Tore und Punkte umgemünzt werden.