Spielberichte

Stefan Griesslehner (Trainer SK Tulbing): „Die rote Karte hat uns wach gerüttelt“

USC Grafenwörth
SK Tulbing

In der 2. Klasse Wachau/Donau holte der SK Tulbing beim USC Grafenwörth trotz Unterzahl einen 3:0-Auswärtssieg, der sich vor allem nach der frühen Roten Karte entwickelte. Obwohl Tulbing ab Minute 22 mit einem Mann weniger spielte, fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Trainer Stefan Griesslehner sprach später von einem Knackpunkt, hob Einsatz und taktisches Verhalten hervor – und durfte sich am Ende über einen souveränen Dreier freuen.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Aktiver Start der Gastgeber, dann die Rote – und das Spiel kippt

Die ersten Minuten gehörten den Hausherren, das bestätigte auch Tulbing-Trainer Stefan Griesslehner: „Grafenwörth hatte einen starken Beginn bis zur roten Karte.“ In der 22. Minute musste Philipp Rabl bei den Gästen vom Platz – normalerweise ein Einschnitt, der das Auswärtsteam wackeln lässt. Griesslehners Blick darauf fiel jedoch überraschend deutlich aus: „Die rote Karte war der Wendepunkt des Spiels - glücklicherweise im positiven Sinn - ab diesem Zeitpunkt sind wir besser ins Spiel gekommen, waren näher am Mann und präsenter in den Zweikämpfen.“ Genau dieses Auftreten drehte die Stimmung auf dem Platz. Während Grafenwörth nach der guten Anfangsphase keinen Ertrag verbuchte, legte Tulbing in Unterzahl an Klarheit und Präsenz zu und bereitete die entscheidenden Nadelstiche vor.

Führung in Unterzahl: Mjka schlägt vor der Pause zu

Das 0:1 fiel in Minute 34 und passte zum veränderten Bild. Rene Mjka traf für Tulbing und stellte die Weichen auf Auswärtssieg. Bis zur Pause blieb es beim 0:1 (45.), und die Gäste wirkten in Unterzahl erstaunlich abgeklärt. „Nach der roten Karte waren wir kompakt, haben trotzdem immer wieder Akzente in der Offensive gesetzt und waren schneller am Ball“, so Griesslehner. Damit erklärte der Coach auch, warum seine Elf trotz numerischem Nachteil mehr Zugriff fand. Aus der Kompaktheit entstanden gute Entlastungsmomente – genau das, was es auswärts braucht, um eine Führung in die Kabine zu bringen.

Tulbing legt spät nach – Griesslehner lobt Verhalten der Mannschaft

Nach dem Seitenwechsel blieb Tulbing geduldig – und belohnte sich in der Schlussphase doppelt. In der 79. Minute erhöhte Mohamed Ali Ben Hadj Amor auf 0:2, in Minute 90 setzte Jan Mayr mit dem 0:3 den Deckel drauf. „Der Unterschied lag in der Abgeklärtheit nach der roten Karte und dem souveränen Umgang mit der Situation“, erklärte Griesslehner, der den Auftritt seiner Elf als „am Ende souveränen Sieg, der bei besserer Chancenverwertung sogar höher ausfallen hätte können“ einordnete. Zum Gegner fand er ebenfalls lobende Worte: „Grafenwörth hatte einen starken Beginn.“ Ein Wort hatte der Trainer auch zum Unparteiischen: „Die Leistung des Schiedsrichters möchte ich nicht bewerten, aber es waren sehr viele Karten und die rote Karte war aus meiner Sicht nicht korrekt.“ Sportlich zahlt sich der Abend aus: Tulbing liegt mit 41 Punkten auf Rang drei, Grafenwörth hält bei vier Zählern auf Platz 13.

2. Klasse Wachau/Donau: Grafenwörth : SK Tulbing - 0:3 (0:1)

  • 90
    Jan Mayr 0:3
  • 79
    Mohamed Ali Ben Hadj Amor 0:2
  • 34
    Rene Mjka 0:1