In der 2. Klasse Wachau/Donau feierte der SV Neuaigen gegen den USV St. Andrä-Wördern einen klaren 4:0-Heimsieg. Nach torloser erster Hälfte machte Neuaigen nach der Pause den Unterschied und legte danach eiskalt nach. Trainer Christoph Moser sprach von einer „tollen, geschlossenen Mannschaftsleistung“ und fand: Der Erfolg war „auch in der Höhe verdient“ – weil sein Team hinten wenig zuließ und vorne die entscheidenden Momente nutzte.

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash
Die Geschichte dieses Spiels begann ruhig, mit einer ersten Halbzeit ohne Tore und laut Christoph Moser auch ohne nennenswerte Abschlüsse auf beiden Seiten. „In der ersten Halbzeit haben wir im eigenen Strafraum nichts zugelassen“, ordnete der Trainer ein. Genau aus dieser Stabilität heraus legte Neuaigen nach der Pause zu. In Minute 50 besorgte Mihael Martinovic das 1:0. „Gleich nach der Halbzeit sind wir super rausgekommen, mit zwei schnellen Toren. Dann ist das momentun auf unsere seite gekippt“, erklärte Moser. In der 64. Minute erhöhte Marsel Varivoda auf 2:0 – jener Treffer, den der Coach später als mitentscheidend einstufte. Und Neuaigen blieb am Drücker: Nur vier Minuten danach stellte Aldin Avdic auf 3:0 (68.), ehe Hamza Bezouich in Minute 71 das 4:0 nachlegte. Vier Treffer innerhalb von 21 Minuten – die Partie war damit früh im zweiten Durchgang entschieden.
Christoph Moser machte keinen Hehl daraus, welche Aktionen aus seiner Sicht den Weg ebneten. „Das 1:0 und das 2:0 waren ausschlaggebend für den Ausgang der Partie“, sagte der Neuaigen-Trainer. Mit der Art und Weise war er besonders zufrieden: „Es war eine tolle, geschlossene Mannschaftsleistung. Der Sieg war am Ende auch in der Höhe verdient.“ Auf die größte Stärke angesprochen, blieb Moser bei diesem Punkt: „Eindeutig die mannschaftliche Leistung.“ Trotz des klaren 4:0 und vier verschiedener Torschützen fand der Coach auch eine Baustelle, an der weiter gearbeitet wird: „Wir müssen vor dem Tor ruhiger werden und die Aktionen gezielter ausspielen, aber wir sind auf einem guten Weg.“ Diese Mischung aus Lob und klarer Ansage passte zum Auftritt: solide Basis, mutiger Gang nach vorne – und doch der Blick fürs Detail.
Die ersten 45 Minuten beschrieb Moser als offenes Ringen, er wählte dafür deutliche Worte: „Die erste Halbzeit war auf Augenhöhe, ein Spiel auf der Kippe, mit keiner Torchance auf beiden Seiten.“ Das 0:0 zur Pause passte dazu, denn Neuaigen ließ hinten wenig zu und fand noch nicht die letzte Durchschlagskraft. Nach dem Seitenwechsel kippte die Begegnung, wie der Trainer es formulierte, „auf unsere Momente“, und sein Team setzte die Akzente. Auch zur Leitung des Unparteiischen bezog Moser kurz Stellung: „Die Schiedsrichterleistung war aus meiner Sicht sehr in Ordnung.“ Auf die Frage nach strittigen Szenen meinte er nur: „Jein.“ Viel mehr musste dazu nicht gesagt werden, denn spielentscheidend wurden an diesem Tag andere Dinge – die klare Steigerung und die Effizienz nach der Pause.
Ein Blick auf die zuletzt aktualisierte Tabelle unterstreicht die Bedeutung eines solchen Auftritts: Dort wird der SV Neuaigen mit 17 Punkten auf Rang zehn geführt, während St. Andrä-Wördern als Sechster 29 Zähler aufweist. Gegen einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte ein 4:0 hinzulegen, gibt Selbstvertrauen – zumal die Offensivlast auf mehreren Schultern lag: Mihael Martinovic, Marsel Varivoda, Aldin Avdic und Hamza Bezouich trugen sich in die Schützenliste ein. Für Trainer Moser ist das ein gutes Zeichen, doch er bleibt bei seinem Kurs: weiter kompakt stehen, vorne ruhiger werden und die Angriffe sauberer ausspielen. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte er zum Schluss.