In der 2. Klasse Wachau/Donau setzte sich Langenrohr II im Heimspiel gegen USV Furth knapp mit 1:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Marcel Langer die Hausherren in Minute 85 spät auf die Siegerstraße. Trainer René Schilcher sprach von einem schnellen, aber chancenarmen Duell und hob den starken Willen seiner Mannschaft hervor. Ein vergebener Elfmeter zu Beginn der zweiten Halbzeit machte es lange spannend – am Ende reichte der große Einsatz für drei Punkte.

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Das Spiel begann flott, ohne dass sich früh klare Möglichkeiten ergaben. „Es war ein gutes Spiel für die zweite Klasse, mit viel Tempo und wenig Torchancen. Insgesamt gut zum Zuschauen“, meinte Rene Schilcher nach den neunzig Minuten. Zur Pause stand es 0:0, beide Seiten schenkten sich wenig Raum. „Das Spiel war über neunzig Minuten auf Messers Schneide“, so der Trainer weiter. Nach dem Seitenwechsel bot sich Langenrohr II die große Gelegenheit zur Führung, doch „wir hätten das Spiel schon zu Beginn der zweiten Halbzeit entscheiden können, aber wir haben einen Elfmeter verschossen“, schilderte Schilcher. Die Partie blieb damit offen – bis zur 85. Minute: Da nutzte Marcel Langer seine Chance und stellte auf 1:0. Der späte Treffer passte zum engen Verlauf, denn es war über weite Strecken eine Geduldsaufgabe, in der Kleinigkeiten entschieden.
Im Rückblick machte der Coach einen Punkt glasklar: „Ausschlaggebend war der Wille der Mannschaft, der Wille auf die drei Punkte.“ Für Schilcher war das nicht nur eine Floskel, sondern der rote Faden des Abends. Nach dem vergebenen Elfmeter hätte seine Elf auch nervös werden können, tat es aber nicht. „Größte Stärke war heute der Siegeswille“, betonte er. Genau dieser Zug zum Sieg trug die Gastgeber durch eine Partie, in der es spielerisch nicht die Fülle an Möglichkeiten gab. Gleichzeitig blieb Schilcher selbstkritisch: „Wir müssen mehr Chancen herausspielen.“ Der Trainer ordnete damit klar ein, dass der Dreier nicht über Baustellen hinwegtäuscht. Langenrohr II kämpfte sich rein, blieb dran und wurde am Ende belohnt – doch der Anspruch bleibt, aus dem Ballbesitz mehr klare Szenen herauszuarbeiten.
Der Gegner bekam von Schilcher ein faires Zeugnis. „Furth ist eine junge, dynamische Mannschaft“, sagte der Trainer und unterstrich damit, warum es so eng blieb. Die Gäste liefen viel, hielten die Zweikämpfe offen und ließen sich vom späten Rückstand nicht entmutigen – genau dadurch blieb bis zum Schlusspfiff Spannung in der Luft. Auch zum Schiedsrichter fand Schilcher deutliche Worte des Lobes: „Die Schiedsrichterleistung war für die zweite Klasse sehr gut; er gehört sicher zu den Besseren.“ In einem knappen Spiel hilft eine klare und ruhige Linie – und genau das war an diesem Abend gegeben. Dass trotz eines verschossenen Elfmeters und des späten Tores die Nerven nicht hochgingen, lag auch daran, dass der Rahmen passte und beide Teams den Fokus auf Fußball legten.
„Wir müssen mehr Chancen herausspielen“, wiederholte Schilcher seinen wichtigsten Arbeitsauftrag. Aus dem robusten Auftritt, dem hohen Tempo und dem klaren Willen lässt sich aufbauen, nun soll im letzten Drittel mehr Präzision dazukommen. Der vergebene Elfmeter gleich nach der Pause war Mahnung genug, in solchen Momenten cooler und konsequenter zu sein. Gleichzeitig gibt die späte Entscheidung durch Marcel Langer Rückenwind für die kommenden Aufgaben. Langenrohr II hat gezeigt, dass es über neunzig Minuten dranbleiben kann.