Spielberichte

Thomas Hennebichler (Trainer 1. FC Union Stein): "Uns fehlt die Abschlussqualität"

FC Union Stein
SV Zwentendorf

In der 2. Klasse Wachau/Donau trennten sich der 1. FC Union Stein und der SV Zwentendorf mit 1:1. Es war ein enges Duell, in dem die Hausherren vor der Pause einen Elfmeter vergaben und beide Teams nach Seitenwechsel trafen. Stein-Trainer Thomas Hennebichler sprach von einer disziplinierten Defensivleistung, bemängelte aber einmal mehr die Effizienz vor dem Tor. „Uns fehlt die Abschlussqualität“, sagte er nach dem Spiel – ein Punkt, der seine Mannschaft laut ihm nun schon mehrere Wochen begleitet.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Intensiver Start, vergebener Elfer und 0:0 zur Pause

Die Anfangsphase gehörte in Summe den Gastgebern. Stein stand kompakt, verschob sauber und kam über schnelles Umschalten zu verheißungsvollen Momenten. Thomas Hennebichler fasste das so zusammen: „Am Anfang hatten wir wahrscheinlich ein bisschen mehr Spielanteile, sind gut gestanden, gut verschoben, sehr diszipliniert und hatten immer wieder gute Kontersituationen.“ Der Lohn blieb zunächst aus, obwohl sich die große Chance bot: In der ersten Halbzeit bekam Stein einen Elfmeter zugesprochen, doch der Strafstoß wurde vergeben. „Wenn wir den verwandeln, gehen wir gleich früh 1:0 in Führung. Das hätte uns sicher gutgetan und den weiteren Spielverlauf wahrscheinlich zu unseren Gunsten verändert“, erklärte der Coach. So blieb es beim torlosen Ringen, der Unparteiische schickte beide Teams beim Stand von 0:0 in die Kabinen, und das Gefühl auf der Stein-Bank war: Da wäre schon etwas drin gewesen.

Zwentendorf trifft, Stein antwortet – Latte auf beiden Seiten

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, ohne dabei die Ordnung aufzugeben. „Es hätte in beide Richtungen ausschlagen können“, betonte Hennebichler und erinnerte an zwei Schlüsselmomente: „Zwentendorf hatte einen Lattentreffer, auch wir hatten einen Lattentreffer.“ In die Phase der Ausgeglichenheit fiel die Führung der Gäste: In Minute 72 brachte Bernhardt Leinfellner den SV Zwentendorf mit 0:1 nach vorne. Stein schüttelte sich nur kurz und fand eine schnelle Antwort. Vier Minuten später, in der 76. Minute, stellte Jannik König auf 1:1 und brachte das Spiel wieder ins Gleichgewicht. „Wir waren einen Tick näher am Sieg. In Summe ist das Unentschieden aber gerecht“, ordnete Hennebichler den Schlagabtausch ein.

Starke Defensivarbeit, aber vorne fehlt der Knipser

In seiner Analyse hob Steins Trainer vor allem das Arbeiten gegen den Ball hervor: „Gut hat funktioniert die Defensivarbeit. Gemeinsam im Block verschieben, die Räume eng machen, gut in die Zweikämpfe finden – das zeichnet uns seit den letzten Runden aus.“ Der Haken: Chancen sind da, doch die Ausbeute passt nicht. „Wie in den letzten vier Spielen fehlt uns die Abschlussqualität“, sagte Hennebichler und wurde konkret: „Uns fehlt ein Spielertyp, der aus fünf Chancen zumindest ein Tor macht. Das würde bei uns einen großen Unterschied ausmachen, da hätten wir einige Punkte mehr.“ Das Gegentor sah er kritisch: „Es ist aus einem Eigenfehler entstanden, aber es war auch Abseits. Das ist ärgerlich.“ Auch die Leitung des Unparteiischen empfand er in einer Szene als ungewöhnlich: „Er hat mir die gelbe Karte gegeben, weil ich mich nicht hingesetzt habe, obwohl ich der Trainer bin.“ Am Ende bleibt für Stein ein Punkt und die Erkenntnis, dass die Basis stimmt. In der Trainingswoche will man weiter an der Effizienz arbeiten, um die ordentliche Defensivarbeit bald auch mit drei Zählern zu krönen.

2. Klasse Wachau/Donau: FCU Stein : Zwentendorf - 1:1 (0:0)

  • 76
    Jannik König 1:1
  • 72
    Bernhardt Leinfellner 0:1