In der 2. Klasse Wachau/Donau lieferte der USV St. Andrä-Wördern dem Tabellenführer ESV Keyif Krems ein hartes Stück Arbeit, stand am Ende aber mit leeren Händen da: 1:2. Deniz Erdogan brachte Wördern vor der Pause in Front, nach Seitenwechsel trafen Bogdan Alexandru Dragoi und Dzezahir Ismajli für Krems. Die Gäste spielten die Schlussphase in Unterzahl. Trainer Faiz Bedzeti sprach von einer „unglaublich umkämpften Partie“ und hielt fest: „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

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Die Hausherren legten den besseren ersten Durchgang hin und belohnten sich kurz vor der Pause. In Minute 40 traf Deniz Erdogan zum 1:0, wenig später ging es mit dieser Führung in die Kabinen. Der Start in Hälfte zwei erwischte Wördern kalt: Schon in der 46. Minute stellte Bogdan Alexandru Dragoi auf 1:1. Krems blieb effektiv und drehte die Partie in der 65. Minute durch Dzezahir Ismajli auf 1:2 – genau jene Szene, die Faiz Bedzeti als Knackpunkt sah: „Das 2:1 war natürlich entscheidend.“ Beim Ausgleich nahm der Coach eine Abseitsposition wahr, ohne nachzutreten: „Für mich war das erste Tor von Krems Abseits, aber für den Schiedsrichter alleine ist das schwer zu beurteilen.“
Über weite Strecken lebte die Partie von viel Laufarbeit und harten Zweikämpfen. Genau so erlebte es auch Faiz Bedzeti: „Es war eine unglaublich umkämpfte Partie, läuferisch wie kämpferisch.“ Sein Team investierte viel, am Ende fehlte der kleine Moment auf der eigenen Seite. „Vielleicht hat uns heute das Quäntchen Glück gefehlt, das man gebraucht hätte“, meinte der Trainer. In der 76. Minute sah bei Krems Roman Zahoran Rot, die Gäste mussten die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Wördern blieb dran und suchte den Ausgleich, fand ihn aber nicht mehr – auch das passte für Bedzeti ins Bild eines Abends, an dem Wille und Teamgeist stimmten: „Der Einsatz der Mannschaft war unglaublich.“
Auch dem Gegner zollte Bedzeti Respekt. „Krems steht nicht umsonst dort, wo sie stehen. Das ist eine spielerisch intelligente Mannschaft, und vielleicht war das das, was ihnen die drei Punkte beschert hat“, sagte er anerkennend. Der Tabellenführer bestätigte damit seinen Status, während St. Andrä-Wördern trotz des Rückschlags Haltung bewahrte. In der Tabelle rangiert Wördern aktuell auf Platz 6, Krems führt das Feld an. Für Bedzeti ist die Richtung nach dem 1:2 klar: weiter hart arbeiten, an der Intensität festhalten und sich beim nächsten Mal für den Aufwand belohnen. Oder, wie er es zusammenfasste: „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“