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„Die Platzierung war nicht der entscheidende Maßstab“ – USV Furth setzt weiter auf den Aufbau

USV Furth

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat USV Furth die Saison als Achter mit 31 Punkten beendet, intern fällt die Einordnung aber deutlich breiter aus. Sportlicher Leiter Gerald Schabasser macht klar, dass der Tabellenplatz für ihn nicht das zentrale Thema ist. Nach einigen Veränderungen im Kader gehe es in Furth vor allem darum, eine stabile Basis zu schaffen, die Mannschaft weiterzuentwickeln und den eingeschlagenen Weg ohne kurzfristige Hektik fortzusetzen.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Der Tabellenplatz steht für Schabasser nicht im Mittelpunkt

Wer nur auf Rang acht blickt, würde die Saison aus Sicht der Further zu eng bewerten. Schabasser widerspricht einer reinen Betrachtung über die Tabelle sehr deutlich. „Die Platzierung war für uns nicht der entscheidende Maßstab“, sagt der sportliche Leiter und verweist damit auf den größeren Rahmen, in dem der Verein die vergangenen Monate sieht. Dass Furth im Saisonverlauf zunächst im vorderen Mittelfeld unterwegs war, später längere Zeit auf Rang sieben stand und am Ende als Achter dastand, ist für ihn deshalb nur ein Teil der Geschichte. Wichtiger war aus seiner Sicht, wie die Mannschaft mit der Übergangsphase umging. „Nach den Veränderungen im Kader war uns bewusst, dass wir eine Übergangsphase vor uns haben. Entscheidend war für uns, eine stabile Basis für die Zukunft zu schaffen und die Mannschaft Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.“ Genau darin sieht Schabasser Fortschritte, auch wenn sich diese nicht in jeder Phase eins zu eins in der Tabelle niedergeschlagen haben.

Fünf Abgänge, Rückkehrer und erfahrene Neuzugänge

Dass Furth in einem Umbauprozess steckt, zeigt auch der Blick auf den Kader. Mit Julian Lehner, Alex-Denis Bodnar, Philip Gosch, Marcel Lehner und Stefan Hieke verlassen fünf Spieler den Verein, darunter zwei offensive Spieler und drei Akteure, die im Defensivbereich beziehungsweise im Zentrum einsetzbar waren. Gleichzeitig arbeitet Furth bereits an der nächsten Besetzung. Christoph Leutner und Gregor Bruntaler kehren als ehemalige Further wieder zurück, dazu konnten mit Agron Veseli und Ali Hussani zwei erfahrene Spieler aus Rehberg geholt werden. Schabasser deutet außerdem an, dass die Transferaktivitäten noch nicht zwingend abgeschlossen sein müssen. „Es ist durchaus möglich, dass noch der eine oder andere Spieler zu uns kommt“, sagt er. Ein positiver Punkt in der Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben ist aus Vereinssicht jedenfalls die personelle Situation. Laut Schabasser gibt es keine Sorgen, alle Spieler seien aktuell fit.

Die Mannschaft soll weiter zusammenwachsen

Besonders wichtig ist Schabasser, dass sich die Entwicklung nicht nur über einzelne Ergebnisse definiert. Die letzten Spiele der Saison waren wechselhaft, mit Siegen gegen FC Union Stein, Traismauer und USC Grafenwörth sowie Niederlagen gegen USC Fels, SV Sieghartskirchen und SV Neuaigen. Gerade in so einer Phase richtet sich der Blick im Verein offenbar stärker auf das Innenleben der Mannschaft. „Im Laufe der Saison ist die Mannschaft immer mehr zusammengewachsen“, sagt Schabasser. Für ihn war dabei entscheidend, wie die Gruppe in schwierigeren Momenten reagiert hat. „Gerade in schwierigen Phasen hat die Gruppe Charakter gezeigt.“ Gleichzeitig hebt er hervor, dass Furth einige junge Spieler an den Erwachsenenfußball heranführen konnte. Diese Entwicklung beschreibt er als wichtigen Baustein, weil der Verein nicht auf schnelle Effekte aus ist, sondern auf einen Aufbau, der länger tragen soll. Dazu passt auch seine Einschätzung zum Umfeld: „Die Stimmung im Verein und die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins funktionieren sehr gut. Vorstand, Trainerteam, Funktionäre und Mannschaft ziehen an einem Strang.“

Aufbauarbeit endet nicht am Platz

Der Kurs des Vereins soll sich auch abseits des Rasens fortsetzen. Schabasser berichtet von laufenden Arbeiten an der Infrastruktur, damit die Mannschaft möglichst gute Bedingungen vorfindet. Im Kabinentrakt stehen Veränderungen an, die Sitzplätze auf der Tribüne wurden renoviert und auch auf dem Hauptfeld werde laufend darauf geachtet, dass der Platz in gutem Zustand ist. Diese Punkte passen zu dem Bild, das der sportliche Leiter insgesamt zeichnet. „Der USV Furth befindet sich nicht in einem kurzfristigen Umbruch, sondern in einem nachhaltigen Aufbauprozess“, sagt er. Und er formuliert den Anspruch noch klarer: „Wir wollen einen Verein entwickeln, der auf klaren Strukturen, Verlässlichkeit, regionaler Identität und einer konsequenten Nachwuchsarbeit aufbaut.“ Dass Schabasser in der Liga besonders auf SC Hadersdorf blickt und dessen Entwicklung ausdrücklich lobt, zeigt zusätzlich, in welche Richtung Furth selbst denkt. Der Verein will den eigenen Weg konsequent weitergehen. Oder, wie es Schabasser zusammenfasst: „Wenn die Entwicklung stimmt, werden sich auch die sportlichen Ergebnisse von selbst einstellen.“