Zum Auftakt der 2. Klasse Wachau/Donau hat SV Droß gegen SG Haitzendorf/Grafenwörth II einen 4:1-Heimsieg gefeiert, musste sich den Erfolg aber hart erarbeiten. Nach Führung, Ausgleich vor der Pause und einer heiklen Phase nach dem Seitenwechsel brachte erst die Schlussphase die Klarheit. Trainer Thomas Skaloud sah dafür vor allem einen Grund: „Der Wille hat dieses Spiel entschieden.“

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Dass es kein geradliniger Auftakt werden würde, hatte Thomas Skaloud schon in den ersten Minuten gesehen. „Am Anfang war bei beiden Mannschaften die Ungewissheit zu sehen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Danach fand SV Droß aber besser in die Partie und nahm das Spiel laut Skaloud „ein bisschen in die Hand“. In dieser Phase fiel auch das 1:0: Hannes Konrad brachte SV Droß in der 28. Minute in Führung. Lange Sicherheit gab dieser Treffer aber nicht. „Nach dem 1:0 sind wir in Passivität gefallen“, erklärte Skaloud, und genau das spielte der SG Haitzendorf/Grafenwörth II in die Karten. Die Gäste kamen besser auf, wurden präsenter und belohnten sich kurz vor der Pause mit dem Ausgleich durch Marco Kellermann in der 43. Minute. Mit dem 1:1 zur Halbzeit war die Partie wieder völlig offen.
Auch nach dem Seitenwechsel lief die Partie aus Sicht von SV Droß zunächst nicht so, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Skaloud meinte offen, dass die SG Haitzendorf/Grafenwörth II „eigentlich das Kommando übernommen“ habe. Umso wichtiger war daher der Treffer zum 2:1 in der 69. Minute. Jan Zamecnik traf, den Treffer ordnete Skaloud als „tolle Einzelaktion“ und als „mit Abstand das schönste Tor“ des Tages ein. Genau in dieser Szene sah der Trainer den Wendepunkt. „Definitiv das 2:1 und gleich darauf das 3:1“, sagte er auf die Frage nach dem entscheidenden Moment. Jan Zamecnik legte in der 80. Minute mit seinem zweiten Treffer nach, und aus dem offenen Spiel wurde plötzlich eine klare Angelegenheit. „Wir haben nach dem 2:1 gleich die nächste Torchance genutzt zum 3:1“, sagte Skaloud. Nur drei Minuten später setzte Tobias Grafinger mit dem 4:1 den Schlusspunkt. Danach war das Spiel endgültig in die Richtung von SV Droß gekippt.
So deutlich das Ergebnis am Ende ausfiel, so klar benannte Thomas Skaloud auch die Punkte, die ihm an der eigenen Mannschaft gefallen haben und jene, an denen weiter gearbeitet werden muss. „Besonders funktioniert hat, dass wir als Mannschaft geblieben sind, dass wir nicht zerfallen sind, dass einer auf den anderen aufgepasst hat“, sagte der Trainer. Genau das war für ihn auch der Kern dieses Auftaktsieges. Gleichzeitig sparte er die Schwachstellen nicht aus. „Weniger funktioniert hat definitiv das hohe Anlaufen, die Abstände zwischen den Reihen. Das ist sicherlich ausbesserungswürdig“, erklärte Skaloud. Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte. Die SG Haitzendorf/Grafenwörth II sei „sehr präsent in den Zweikämpfen“ gewesen, habe Fußball spielen wollen und „super Kombinationen“ gezeigt. Der letzte Pass habe aus Sicht von SV Droß zwar oft gefehlt, insgesamt sah Skaloud aber „eine stark verbesserte Mannschaft gegenüber dem Vorjahr“. Die Leistung des Schiedsrichters bewertete er als „sehr, sehr gut“, auch weil er eine harte Linie mit viel Körperkontakt zuließ. Besonders positiv nahm Skaloud außerdem die Einwechselspieler mit. „Sehr gut war das Auftreten der Einwechselspieler. Es sind drei 16-Jährige reingekommen, die die Aufgabe bravourös gelöst haben. Das muss der Weg des SV Droß sein“, sagte er. Damit nahm der Trainer aus dem 4:1 nicht nur drei Punkte mit, sondern auch eine klare Richtung für die nächsten Wochen.