In der 2. Klasse Wachau/Donau ist SC Traismauer mit einem klaren 3:0-Auswärtssieg bei USV Furth in die neue Saison gestartet. Trainer Sebastian Wandl sah seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit voll im Plan und führte den Erfolg vor allem auf eine sauber umgesetzte Idee zurück. Zwei Tore von Milan Papp legten vor der Pause den Grundstein, Hakan Ersoy machte den Auftaktsieg später endgültig fix.

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Für Sebastian Wandl war die Partie vom Anpfiff weg in einer klaren Richtung unterwegs. „Meiner Ansicht nach waren wir über neunzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft“, sagte der Trainer des SC Traismauer nach dem 3:0 und erklärte auch, warum seine Mannschaft das Spiel genau so anlegen wollte. „Unser Matchplan ist ganz klar aufgegangen. Wir haben dem USV Furth den Ball überlassen und sie in ihrer eigenen Hälfte kombinieren lassen. Wir wussten genau, dass sie in den Umschaltmomenten ihre Schwächen haben. Das wollten wir ausnutzen und so sind wir zum Erfolg gekommen.“ Der erste wichtige Moment kam dann in der 15. Minute. Milan Papp brachte den SC Traismauer mit 1:0 in Führung, und für Wandl war genau dieses Tor der Dosenöffner. „Besonders entscheidend war natürlich das erste Tor gleich zu Beginn“, sagte er. Papp bekam den Ball im Strafraum, setzte sich nach Wandls Schilderung im Dribbling gegen zwei Gegenspieler durch und traf dann „eiskalt ins rechte Kreuzeck“. Kurz vor der Pause legte derselbe Spieler noch einmal nach und stellte auf 2:0. Damit hatte der SC Traismauer nicht nur die Führung, sondern auch den idealen Zwischenstand zur Halbzeit auf seiner Seite.
Dass der Auswärtssieg am Ende so klar ausfiel, lag aus Sicht des Trainers nicht nur an den beiden Treffern von Milan Papp, sondern auch daran, dass seine Mannschaft in den wichtigen Phasen nicht nachließ. Wandl sprach selbst von mehreren Schlüsselmomenten und hob dabei ausdrücklich eine Szene beim Stand von 2:0 hervor. „Man könnte auch als Schlüsselszene nehmen, dass unser Torwart beim Stand von 2:0 den Ball halten konnte, als der Gegner alleine aufs Tor lief“, sagte er. Gerade weil diese Aktion noch vor der endgültigen Entscheidung kam, bekam sie in seiner Einordnung Gewicht. Der Trainer sah darin ein weiteres Zeichen dafür, dass sein Team nicht nur offensiv effizient war, sondern auch in heiklen Situationen die passende Antwort fand. Überhaupt gefiel ihm, wie konsequent seine Spieler die Vorgaben umsetzten. „Bei meiner Mannschaft hat ganz klar funktioniert, dass wir uns an den Matchplan gehalten haben“, sagte Wandl. Dazu kam für ihn die Haltung seiner Mannschaft: „Die Einstellung der einzelnen Spieler ist wie jedes Mal einfach nur top. Jeder gibt alles für den Erfolg, jeder ordnet sich dem größeren Ziel unter.“ Auch zum Rahmen der Partie fand er klare Worte. Wandl sprach von einem „sehr fairen Spiel“ und lobte den Schiedsrichter ausdrücklich für eine „sehr, sehr gute“ Leistung.
In der Schlussphase machte der SC Traismauer den Auftaktsieg dann endgültig zu. In der 78. Minute traf Hakan Ersoy zum 3:0 und setzte damit den letzten Akzent in einer Partie, die der Trainer insgesamt als rund ansah. Wandl schilderte den Treffer mit Anerkennung: Nach einem Ballgewinn im Spielaufbau wurde Hakan Ersoy sofort wieder eingesetzt, setzte sich danach alleine gegen mehrere Gegenspieler durch und vollendete zum Endstand. Der Coach sprach von einem „unglaublichen Solotor“. Dass dieser gelungene Start für ihn mehr ist als nur ein nacktes Ergebnis, machte er nach dem Schlusspfiff ebenfalls deutlich. Der Trainer erinnerte daran, dass die Vorbereitung mit vielen Neuzugängen und wegen der Sommerurlaube nicht immer einfach gewesen sei. Umso wichtiger war für ihn, was seine Mannschaft jetzt schon auf den Platz bringt. „Es ist nicht immer leicht, mit sehr vielen Neuzugängen in eine Vorbereitung zu starten“, sagte Wandl. „Aber der Teamspirit, den die Spieler an den Tag legen, dieses Gemeinschaftsgefühl, das macht eigentlich diesen Verein aus. Jeder kämpft für jeden.“ Genau darin sieht er derzeit die größte Stärke des SC Traismauer. Zum gelungenen Auftakt in Runde eins passt deshalb auch sein Schlussgedanke: „Es sind nicht nur elf Spieler am Platz, sondern sechzehn, siebzehn Freunde, die spielen und auf der Bank sitzen.“ Mit drei Punkten und Platz zwei in der Tabelle ist der Saisonstart damit jedenfalls geglückt.