In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich SV Neuaigen am Samstag gegen Langenrohr II mit 1:3 geschlagen geben müssen. Nach torloser erster Hälfte zog der Tabellenfünfte die Partie nach der Pause auf seine Seite. Trainer Rene Schilcher sah seine Mannschaft über weite Strecken spielerisch im Vorteil und nannte vor allem das 1:0 den Moment, der dem Spiel die Richtung gab.

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Trainer Rene Schilcher zeichnete nach dem Schlusspfiff ein recht klares Bild der Anfangsphase. „Wir waren von Beginn an spielüberlegen“, sagte er und verwies gleichzeitig auf den Punkt, der seine Mannschaft vor der Pause noch ausgebremst hatte. Im vorderen Drittel seien „oft die falschen Entscheidungen“ getroffen worden, deshalb stand zur Halbzeit trotz der aus seiner Sicht besseren Spielanlage nur ein 0:0. Erst kurz nach dem Seitenwechsel fiel der Treffer, den Schilcher als Schlüsselmoment einordnete. Andreas Zottl traf in der 52. Minute zum 0:1, für den Coach war es „ein guter Schuss ins lange Eck“ und vor allem „der Dosenöffner der Partie“, weil das Spiel danach aus seiner Sicht in die gewünschte Richtung lief.
Mit der Führung im Rücken bekam Langenrohr die Partie besser auf seine Seite, ohne dass Schilcher alles schönreden wollte. Gerade weil nicht jede Möglichkeit sauber zu Ende gespielt wurde, blieb Neuaigen im Spiel. „Der Gegner hat aufgrund dessen, dass wir unsere Chancen nicht verwertet haben, gut dagegengehalten“, meinte der Trainer, der vor allem in der zweiten Hälfte auch auf Möglichkeiten der Gastgeber hinwies. Zunächst legten die Gäste aber nach: Wieder war es Andreas Zottl, der in der 77. Minute auf 0:2 stellte. Als Marsel Varivoda nur drei Minuten später auf 1:2 verkürzte, war die Begegnung noch einmal offen. Langenrohr antwortete jedoch sofort, Marcel Langer stellte in der 83. Minute den alten Abstand wieder her und machte den 1:3-Auswärtssieg fix.
Schilcher begründete den Erfolg nicht nur mit den Toren, sondern vor allem mit der Gesamtleistung seiner Mannschaft. „Jeder einzelne Spieler hat heute die Leistung abgeliefert, die er kann. Deswegen ist der Sieg verdient“, sagte er. Den Unterschied zwischen beiden Teams sah er in einer Mischung aus spielerischer Klarheit und Tempo: „Wir haben den spielerischen Plan sehr gut umgesetzt. Wir waren technisch stärker, wir waren spritziger.“ Dazu passte für ihn auch der Moment des ersten Treffers, denn „der entscheidende Moment war das 1:0 von unserer Seite und einfach das kämpferische und auch das spielerische Verhalten unserer Mannschaft“. Selbst beim Thema Spielleitung blieb der Langenrohr-Coach nüchtern und hielt fest, der Schiedsrichter habe das „grundsätzlich souverän gelöst“.
Für Langenrohr ist dieser Auswärtssieg deshalb einer, aus dem sich zwei Dinge gleichzeitig mitnehmen lassen. Einerseits steht ein verdienter Dreier, der die Mannschaft nach fünf Runden bei neun Punkten hält. Andererseits sprach Schilcher offen an, dass im letzten Drittel noch mehr möglich gewesen wäre, weil seine Elf dort „oft die falschen Entscheidungen“ getroffen habe. Genau dieser Mix beschreibt die Partie recht gut: Langenrohr hatte mehr vom Spiel, belohnte sich zunächst aber nicht und musste nach dem Neuaigen-Treffer kurz noch einmal aufpassen. Am Ende überwog aus Sicht der Gäste dennoch klar das Positive, weil der Plan aufging, das 1:0 zur richtigen Zeit fiel und die Punkte verdient nach Langenrohr gingen.