In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich USV Furth am Samstag lange gewehrt, musste sich dem SV Droß am Ende aber mit 1:4 geschlagen geben. Für Droß-Trainer Thomas Skaloud lag der Unterschied vor allem im Willen und in der Geduld seiner Mannschaft. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass seine Elf nach dem 1:1 nicht unruhig wurde und die Partie mit einem schnellen Doppelschlag wieder klar auf ihre Seite zog.

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Skaloud sah von Beginn an eine Partie, in der seine Mannschaft mehr vom Spiel hatte. Der Trainer sagte nach dem Schlusspfiff: "Ich war eigentlich sehr überrascht, dass Furth so defensiv aufgestellt war." Droß habe die Räume gut bespielt und sei klar feldüberlegen gewesen, auch wenn im letzten Drittel nicht immer die richtige spielerische Lösung da war. Dazu kamen nach seiner Einschätzung auf beiden Seiten zu viele Abspielfehler, was das Spiel insgesamt langsam machte. Trotzdem stand für ihn früh fest, dass seine Mannschaft auf dem richtigen Weg war. In der 16. Minute brachte Hannes Konrad die Gäste mit 1:0 in Führung, und mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Dass Furth nach 61 Minuten durch Jan Perr zum 1:1 kam, änderte am Grundgefühl des Droß-Trainers zunächst aber noch nichts.
Gerade in dieser Phase sah Skaloud den Knackpunkt des Nachmittags. "Der entscheidende Moment war sicher, dass wir beim 1:1 nicht den Kopf hängen gelassen haben, sondern weiter probiert haben", sagte der Droß-Coach. Was danach folgte, war die Szene, die das Spiel endgültig kippte. In der 74. Minute stellte Hannes Konrad auf 2:1, nur eine Minute später legte derselbe Spieler das 3:1 nach. Skaloud hob vor allem das zweite Tor besonders hervor und schilderte es als gute Aktion mit einem Lupfer über die Abwehr, die Konrad dann auch noch über den Tormann vollendete. Beim 3:1 sei gleich danach die nächste Aktion gekommen, diesmal nach einer Hereingabe von der rechten Seite, die Konrad direkt verwertete. Damit war die Partie praktisch entschieden, auch weil Droß laut seinem Trainer in dieser Phase ruhig blieb und nicht in Hektik verfiel. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Michal Ondica mit dem Treffer zum 4:1.
Der Sieg fiel deutlich aus, doch Skaloud beließ es nicht bei purem Lob. "Im Passspiel ist definitiv noch Luft nach oben", sagte er offen. Auch die Laufwege im letzten Drittel entsprächen noch nicht ganz dem, was er sich vorstellt. Umso wichtiger war für ihn, dass andere Dinge diesmal sehr gut funktioniert haben. Besonders hob er den geschlossenen Auftritt hervor: "Die ganze Mannschaft war heute im Kopf zu hundert Prozent da, topkonzentriert, und wenn Fehler gekommen sind, waren wir trotzdem eine Einheit." Genau darin sah er den Unterschied zwischen beiden Teams. "Der Wille, die Geduld und die Laufbereitschaft waren heute der Unterschied", sagte Skaloud. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Elf gegen den Ball konsequent arbeitete und immer wieder versuchte, den ballführenden Gegenspieler zu doppeln. Ein besonderes Lob schob er auch hinterher: "Die sechzehnjährigen Buben waren wieder sehr tapfer, sehr brav und sehr willig." Gerade in einem Spiel, das nicht von hohem Tempo lebte, war diese Bereitschaft für ihn ein wesentlicher Faktor.
Auch den Gegner ordnete der Droß-Trainer klar ein, ohne dabei die Linie zu verlieren. Furth habe sehr passiv gespielt und versucht, in der eigenen Hälfte die Räume eng zu machen. "Das hat uns heute sicherlich in die Karten gespielt", meinte Skaloud, weil Droß dadurch viel Ballbesitz hatte und selbst nur wenig zuließ. Nach vorne sei von Furth aus seiner Sicht über weite Strecken wenig gekommen, weil seine Mannschaft kaum Umschaltsituationen erlaubte. Dazu passte auch sein Urteil über den Rahmen der Partie. "Es war ein sehr fair geführtes Spiel", sagte der Trainer, der auch mit der Leistung des Schiedsrichters zufrieden war. Für Droß sind es damit drei Punkte, die nach acht Runden gut tun: Die Mannschaft hält nun bei sieben Zählern und liegt vorerst auf Rang neun. Furth bleibt mit drei Punkten am Tabellenende. Aus Sicht von Skaloud ist der klare Auswärtssieg deshalb zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber keiner, auf dem man sich ausruhen kann.