Spielberichte

„Wir hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt“ – Stein geht beim Tabellenführer knapp leer aus

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SV Sieghartskirchen
FC Union Stein

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich SV Sieghartskirchen am Samstagabend mit 2:1 gegen 1. FC Union Stein durchgesetzt. Für Steins Trainer Thomas Hennebichler blieb nach einer intensiven Partie trotzdem das Gefühl, dass für seine Mannschaft mehr drinnen gewesen wäre. Er sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, lobte den Einsatz seines Teams und meinte nach dem späten Gegentor: „Wir hätten aufgrund unseres Einsatzes und unserer Intensität zumindest einen Punkt verdient gehabt.“

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ein 0:0, das schon viel Tempo hatte

Schon der Verlauf bis zur Pause passte aus Sicht von Hennebichler nicht zu einem typischen Duell zwischen Tabellenführer und einem Team aus dem Mittelfeld. Der Stein-Coach erlebte vielmehr eine Partie, die von Beginn an schnell war und auf beiden Seiten mit viel Zug nach vorne geführt wurde. „Es war ein sehr schnelles Spiel, mit hoher Intensität. Es ging schnell hin und her, beide Mannschaften waren sehr offensiv ausgerichtet“, sagte er. Dazu kamen viele direkte Duelle über den ganzen Platz, was den Abend laut Hennebichler auch für neutrale Zuschauer interessant machte. Dass es nach 45 Minuten noch 0:0 stand, änderte für ihn nichts an diesem Eindruck. „Man konnte eigentlich nicht erkennen, wer Tabellenführer ist und wer sich im Mittelfeld der Tabelle findet. Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, ordnete er die erste Hälfte ein.

Rückstand, Antwort und dann der späte Nackenschlag

Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann auch die Tore, die laut Hennebichler schon davor in der Luft lagen. In der 64. Minute brachte Tarik Arnautovic die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Der Trainer der Gäste ärgerte sich dabei allerdings gewaltig, weil er die Szene völlig anders gesehen hatte. „Das 1:0, das wir bekommen haben, war ganz klar abseits“, sagte Hennebichler und machte daraus keinen Hehl. Stein ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen und arbeitete sich zurück in die Partie. In der 76. Minute gelang Alexander Boris Graf der Ausgleich zum 1:1, den Hennebichler ausdrücklich hervorhob: „Das war ein Schuss von Alexander Boris Graf, der von außerhalb vom Sechzehner flach ins kurze Eck gegangen ist. Ein sehenswertes Tor.“ Lange sah es dann so aus, als würde dieses 1:1 auch bis zum Ende halten. Doch in der 85. Minute schlug Sieghartskirchen nach einem Eckball noch einmal zu, Gernot Brauchart traf per Kopf zum 2:1. Auch da suchte Hennebichler keine Ausrede. „Wir haben in der Situation leider unseren Gegenspieler verloren, aber das hat er auch gut gemacht. Das muss man anerkennen“, sagte er.

Die größte Aufregung kam ganz zum Schluss

Dass Hennebichler am Ende trotzdem vor allem über die Entscheidungen des Unparteiischen sprach, lag auch an einer Szene in der Schlussphase. Stein glaubte, noch zum 2:2 gekommen zu sein, der Treffer zählte jedoch nicht. Der Trainer schilderte die Situation so: „Der Tormann kam raus, ein Spieler von uns und ein Gegenspieler waren beim Torwart. Der Torwart hat den Ball ohne Fremdeinwirkung losgelassen und wir haben das 2:2 gemacht.“ Aus seiner Sicht hätte das Tor zählen müssen, stattdessen wurde auf Stürmerfoul entschieden. Entsprechend deutlich fiel seine Reaktion aus. „Es wurde wegen Stürmerfoul abgepfiffen, was absolut nicht gerechtfertigt war“, sagte Hennebichler. Auch wenn er betonte, dass er nur ungern über Schiedsrichter spricht, sah er in diesen Szenen den Hauptgrund für die Niederlage. „Entschieden hat es am Ende des Tages der Schiedsrichter“, meinte der Stein-Coach, der den Unparteiischen damit klar in den Mittelpunkt seiner Kritik stellte.

Stein nimmt die Leistung mit, auch wenn die Punkte fehlen

Abseits des großen Ärgers wollte Hennebichler die eigene Leistung aber nicht kleinreden. Im Gegenteil: Er meinte, dass bei seiner Mannschaft vieles so funktioniert habe, wie es geplant war. „Es hat eigentlich sehr viel funktioniert. Es ist wenig, was wir uns vorwerfen können“, sagte er. Den einzigen Punkt, den er wiederholt ansprach, kennt Stein offenbar schon länger. „Vorm Tor sind wir zu wenig kaltschnäuzig. Das zieht sich bei uns durch die ganze Saison“, erklärte Hennebichler und sprach sogar von einem Problem, weil seiner Mannschaft ein echter, konsequenter Vollstrecker fehle. Den Gastgebern attestierte er nur kleine Vorteile im letzten Drittel. „Der Gegner hat vielleicht den entscheidenden Pass etwas besser angebracht, aber sonst war es ein sehr ausgeglichenes Spiel mit zwei gleich starken Mannschaften“, sagte er. So blieb für Stein trotz einer starken Vorstellung beim Tabellenführer am Ende nur das Gefühl, für den Aufwand nicht belohnt worden zu sein.

2. Klasse Wachau/Donau: Sieghartskirchen : FCU Stein - 2:1 (0:0)

  • 85
    Gernot Brauchart 2:1
  • 76
    Alexander Boris Graf 1:1
  • 64
    Tarik Arnautovic 1:0