In der 10. Runde der 2. Klasse Wachau/Donau hat Langenrohr II zuhause gegen USV St. Andrä-Wördern mit 2:1 gewonnen und laut Trainer Rene Schilcher vieles von dem gezeigt, was er sehen wollte: Zugriff, Bissigkeit und gutes Umschalten. Weil die Gastgeber ihre Überlegenheit nach dem 2:0 zur Pause nicht früher in die Entscheidung brachten, blieb die Partie bis zum Schluss offen.

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Rene Schilcher musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er die ersten 45 Minuten einordnet. "Wir haben von Beginn an das Spiel im Griff gehabt und hätten schon ganz am Anfang 1:0 in Führung gehen müssen", sagte der Trainer. Dass Langenrohr seine Überlegenheit dann doch noch in Zählbares ummünzte, passte aus seiner Sicht zum Spielverlauf. In der 25. Minute brachte Roman Cerinski die Gastgeber mit 1:0 in Führung, kurz vor der Pause legte Leopold Figl das 2:0 nach. Gerade dieses zweite Tor wog für Schilcher schwer, weil seine Mannschaft damit mit einem klaren Polster in die Kabine ging und sich für eine gute erste Hälfte belohnte.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Schilcher zunächst vieles, was ihm gefiel. "Besonders zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir viel bissiger, viel schneller im Agieren und hatten ein besseres Umschaltverhalten", sagte er. Dazu kamen laut dem Langenrohr-Coach gute Konter, mit denen die Gastgeber weiter am Drücker blieben. Genau in dieser Phase hätte seine Mannschaft die Partie nach seiner Einschätzung aber endgültig zumachen müssen. "Wir haben leider verabsäumt, das Spiel schon in der ersten oder zweiten Halbzeit vorzuentscheiden", so Schilcher. Weil Deniz Erdogan in der 82. Minute für St. Andrä-Wördern auf 2:1 verkürzte, wurde es in der Schlussphase doch noch spannend.
Den Unterschied machte für den Trainer weniger eine einzelne Aktion als die Art, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. "Das 2:0 vor der Pause war sicher der wichtigste Moment – und die Mentalität, die wir an den Tag gelegt haben", sagte Schilcher. Besonders hochrechnete er seiner Elf an, dass sie die Aufgabe trotz personeller Probleme sauber löste: "Trotz der vielen Ausfälle haben wir das sehr gut gelöst." Als Stärken nannte er das Umschaltspiel, die Zweikampfstärke und den Druck über die Seiten. Den Gästen sprach er die Qualität nicht ab. "Sie sind routiniert, spielen schon lange in dieser Klasse. Sie waren vielleicht in manchen Zweikämpfen etwas stärker, aber wir haben sie mit unserer Bissigkeit und Lauffreudigkeit gut im Griff gehabt."
Unter dem Strich blieb für Schilcher deshalb ein positives Fazit, auch wenn der Nachmittag nicht ganz ruhig zu Ende ging. "Grundsätzlich war es ein völlig verdienter Sieg", stellte der Langenrohr-Trainer klar. Gleichzeitig leitete er aus dem knappen Endstand auch einen klaren Auftrag ab: "Wir müssen einfach daran arbeiten, dass wir die Spiele wie heute früher entscheiden." Einen kurzen Satz verlor er auch noch über den Unparteiischen und meinte, es sei für einen jungen Schiedsrichter wohl "einfach zu früh" gewesen, bereits ein Kampfmannschaftsspiel zu leiten. In der Tabelle hält Langenrohr II nach zehn Runden nun bei 19 Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Liga voll dabei.