In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich SV Neuaigen gegen SG Haitzendorf/Grafenwörth II mit 4:3 durchgesetzt. Lange sah es nach einer klaren Sache aus, weil die Gastgeber früh vorgelegt und kurz nach der Pause auf 3:0 gestellt hatten. Dass es am Ende noch eng wurde, passte genau zu der Mahnung von Co-Trainer Christoph Moser: Neuaigen müsse lernen, ein Spiel wirklich bis zum Schluss sauber durchzuziehen.

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Neuaigen war vom Start weg gut in der Partie und kam schon in der 7. Minute zum 1:0. Kenan Becic brachte die Hausherren früh auf Kurs, und genau dieser schnelle Treffer gab dem Spiel aus Sicht von Christoph Moser die gewünschte Richtung. Der Co-Trainer schilderte den Einstieg klar: „Grundsätzlich haben wir schnell das 1:0 gemacht.“ Ganz ungestört verlief die Anfangsphase aber nicht, denn die Gäste hatten laut Moser bei einem Lattenschuss auch ihre große Möglichkeit. „Dann haben wir Glück gehabt bei einem Lattenschuss vom Gegner“, sagte er. Danach legte Neuaigen aber nach und erhöhte in der 19. Minute erneut durch Becic auf 2:0. Damit hatte der SV das Ergebnis zunächst gut im Griff, auch wenn schon vor der Pause die Chance da gewesen wäre, die Partie noch deutlicher in eine Richtung zu schieben. Moser sprach davon, dass seine Mannschaft „drei, vier hundertprozentige Torchancen auf ein höheres Ergebnis“ hatte, diese Möglichkeiten aber nicht nutzte. So blieb es trotz der klaren Vorteile zur Halbzeit beim 2:0, was das Spiel offenließ, obwohl Neuaigen über weite Strecken das aktivere Team war.
Direkt nach Wiederbeginn setzte Neuaigen genau dort an, wo sich die Gastgeber den entscheidenden Stoß erhofft hatten. In der 52. Minute stellte Kenan Becic mit seinem dritten Treffer des Nachmittags auf 3:0, und für Moser war genau diese Szene der zentrale Moment des Spiels. „Sicher das schnelle 3:0 nach der Halbzeit“, sagte der Co-Trainer auf die Frage nach den ausschlaggebenden Aktionen. Tatsächlich sprach in dieser Phase vieles dafür, dass die Partie endgültig entschieden war. Moser formulierte es ähnlich: „Dann war eigentlich das Spiel schon vorentschieden.“ Ganz ruhig blieb es aber nicht. Die SG verkürzte in der 64. Minute durch Clemens Ruf auf 3:1 und bekam dadurch wieder ein wenig Hoffnung. Neuaigen fand allerdings noch einmal die passende Antwort, als Marsel Varivoda in der 79. Minute das 4:1 erzielte. Dieses Tor beschrieb Moser als besonders wichtig und nannte es „das Ausschlaggebende“. Damit war der alte Abstand wiederhergestellt, und aus Sicht der Gastgeber sprach zu diesem Zeitpunkt alles für einen sicheren Heimsieg.
Dass aus einem fast schon beruhigenden 4:1 am Ende doch noch ein 4:3 wurde, gefiel Moser naturgemäß deutlich weniger als die starke Anfangsphase und den Beginn nach der Pause. Jonasz Piekos verkürzte in der 87. Minute auf 4:2 und traf in der Nachspielzeit noch einmal zum 4:3. Damit wurde eine Partie plötzlich enger, die Neuaigen zuvor über lange Zeit klar auf seiner Seite hatte. Moser sprach davon, dass seine Mannschaft den Gegner „durch Unaufmerksamkeiten wieder ins Spiel zurückgebracht“ habe. Genau hier setzte auch seine Kritik trotz des Erfolgs an. „Wir müssen sicher lernen, dass wir das Spiel bis zum Schluss durchziehen, nicht nachlassen, sonst wird’s schwierig“, sagte er. Gleichzeitig hob er hervor, dass der Gegner „spielerisch in Ordnung“ gewesen sei, in der Verteidigung aber anfällig wirkte. „Das haben wir gut ausgenutzt“, meinte Moser, und unterm Strich blieb für ihn deshalb auch die passende Einordnung: „Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg.“ Dazu kam ein ruhiger Nachmittag für den Unparteiischen, dessen Leistung Moser als „absolut in Ordnung“ bewertete. So stand am Ende trotz unnötiger Spannung ein Erfolg, den der Co-Trainer auch als Stimmungsheber verstanden wissen wollte: Er gratulierte der Mannschaft „zu einem versöhnlichen Abschluss zu Hause“ und betonte, dass Neuaigen nun „mit einem positiven Gefühl“ ins letzte Auswärtsspiel geht.