Nach dem Auswärtsauftritt bei der TSU Martinsberg ordnete Stefan Fuchs, Trainer des Union Sportclub Pöggstall Jägerbau, die Lage ein: Sein Team war über weite Strecken klar am Drücker. Martinsberg stand tief und agierte mit hohen Bällen, während Pöggstall Rhythmus und Räume kontrollierte. In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal prägten Ballbesitz und Geduld die Partie – der Ausgleich gab zusätzlich Schub. Am Ende stand ein 2:2, doch Fuchs haderte damit, aus der Überlegenheit zu wenig gemacht zu haben: Dominanz ja, aber im letzten Drittel fehlte die Konsequenz. Die Tore von TSU Martinsberg erzielten Krystof Novak und Dominik Hric. Für Union Sportclub Pöggstall Jägerbau trafen Matthias Wagner und Raphael Stieger.

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Fuchs beschrieb unterschiedliche Spielansätze und einen holprigen Beginn, ehe seine Elf Zugriff bekam: „Der Gegner ist dann sehr tief gestanden und hat mit hohen Bällen gearbeitet. Wir hatten am Anfang in der Defensive Schwierigkeiten, haben dann aber über 70 Minuten das Spiel kontrolliert und den verdienten Ausgleich gemacht. Zum Schluss wäre noch mehr möglich gewesen.“ Torschütze des Ausgleichs: Raphael Stieger. Besonders hob er den eigenen Auftritt mit Ball hervor: „Der Ballbesitz war gefühlt bei etwa 80:20, wir sind gut über die Seiten gekommen und hatten sehr viele Chancen, die wir leider nicht verwertet haben.“
Aus Pöggstaller Sicht gab es zwei Schlüsselmomente, die das Spiel kippen hätten lassen können: „Ein Querpass zwei Meter vorm Tor – eine tausendprozentige Chance –, die wir drüber geschossen haben, und ein Stangenschuss in der 85. Minute, der das Spiel gedreht hätte.“ Wirkung zeigten zudem ruhende Bälle: „Aus einem Eckball haben wir ein Tor erzielt.“ Torschützen: Matthias Wagner, Raphael Stieger. Zahlreiche Abschlüsse und klare Präsenz im Strafraum spiegelten die Überlegenheit wider, die Chancenverwertung brachte sie jedoch nicht ausreichend auf die Anzeigetafel.
In den letzten Minuten drückte Pöggstall die Gastgeber tief in deren Hälfte und suchte entschlossen den Siegtreffer, während sich Martinsberg kompakt zurückzog. Trotz Intensität blieb die Atmosphäre positiv. Fuchs lobte: „Das Spiel war fair. Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen, es gab keine Diskussionen.“ Auch die Rahmenbedingungen passten: „Es waren einige Zuschauer da, die Stimmung war gut.“ Für die nächsten Wochen formulierte Fuchs eine klare Agenda: „Generell hat mir gefallen, dass wir Fußball gespielt haben. Zwei, drei Kleinigkeiten müssen wir noch abstellen: defensiv besser stehen und effizienter werden.“