Ein Derby in der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal zwischen dem USV Bleicher Weiten und dem Gastteam – und mittendrin Max Frohner, Sportlicher Leiter des SV Jauerling. Seine Einordnung zeichnet das Bild eines intensiven, zugleich ansehnlichen Duells: kampfbetont, mit vielen sauber herausgespielten Aktionen und reich an Chancen auf beiden Seiten. Sein Team setzte den besprochenen Matchplan um, schloss die Flügel konsequent, suchte nach Ballgewinnen selbst den schnellen Weg über außen und hätte die Partie nach frühem Zwei-Tore-Vorsprung bereits früher entscheiden können. Gleichzeitig spricht Frohner von Phasenverschiebungen im Ballbesitz – ein starker Start seiner Elf, später spürbarer Druck der Gastgeber in der Schlussviertelstunde – und von heiklen Standards, die es kollektiv zu verteidigen galt. Am Ende überwiegen Zuversicht und Rückenwind, getragen vom 4:3-Auswärtssieg und dem Gefühl, die entscheidenden Zweikämpfe angenommen zu haben.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Frohner beschreibt den Nachmittag so: "Es war ein attraktives Spiel für die Zuschauer – viele Tore, kampfbetont, aber auch mit vielen schön herausgespielten Aktionen auf beiden Seiten. Es hätten durchaus noch mehr Treffer fallen können." Für die eigene Spielanlage hob er die schnellen Umschaltmomente über außen hervor: "Wenn wir den Ball gewonnen haben, wollten wir schnell nach vorne auf die Flügel kommen und von dort den Ball vors Tor bringen. Das ist ein-, zweimal sehr gut gelungen; nur hat es vor dem Tor nicht immer mit der Verwertung geklappt."
In der Grundausrichtung sah der Sportliche Leiter vieles bestätigt: "Wir haben alles, was wir vor dem Match besprochen haben, gut umgesetzt. Wir haben die Seiten gut zugemacht. Natürlich haben wir trotzdem drei Gegentore bekommen, aber insgesamt würde ich sagen, dass wir das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt haben." Gleichzeitig blieb die Effizienz ein Thema: "In der ersten Halbzeit hätten wir nach dem 2:0 zumindest ein drittes oder sogar ein viertes Tor machen und das Spiel relativ schnell zumachen können. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir noch ein, zwei Top-Chancen. Aber ja: Vier Tore sind schon mal gut – es hätten aber mehr sein können."
Über die Statik der 90 Minuten sagte Frohner: "Über 90 Minuten gesehen war es ausgeglichen. Wir waren in den ersten 20 Minuten besser und hatten mehr Ballbesitz. Am Schluss hat Weiten noch einmal Druck gemacht – in der letzten Viertelstunde hatten sie sicher mehr Ballbesitz. Insgesamt würde ich es einigermaßen ausgeglichen einschätzen." Bei ruhenden Bällen musste seine Mannschaft wachsam bleiben: "Zumindest ein Gegentor haben wir nach einem Eckball bekommen. Weiten hat einige großgewachsene Spieler und ist dadurch bei Ecken und Freistößen sehr gefährlich. Wir haben es rund 70 Minuten lang gut verteidigt; am Schluss hätte bei jedem Standard noch einmal etwas passieren können – aber wir haben alles reingeworfen und es über die Zeit gebracht."
Aus dem Derby nimmt Frohner vor allem Selbstvertrauen mit. Die drei Punkte stuft er als wichtiges Signal ein, um in der kommenden Woche gegen Waldhausen mit breiter Brust aufzutreten und zu zeigen, dass sein Team mithalten kann. Die Mischung aus konsequenter Flügelverteidigung, schnellen Umschaltmomenten und kollektivem Verteidigen in der Schlussphase soll als Blaupause dienen – verbunden mit dem klaren Ziel, die vorhandenen Chancen künftig noch besser zu verwerten. "Wir gehen mit breiter Brust in die nächste Woche und wollen zeigen, dass wir gegen Waldhausen durchaus mitspielen können."