Im Derby zwischen SPU TSV Nöchling und SV Yspertal in der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal erlebten die Zuschauer eine intensive, temporeiche Begegnung. Nöchlings Trainer Cosmin-Gheorghe Goje brachte den Knackpunkt klar auf den Punkt: „Es war ein Derby mit hohem Tempo und viel Intensität. In den ersten 20 Minuten waren wir quasi noch in der Kabine – da konnte der Gegner das Spiel entscheiden.“ Danach gestaltete sich das Geschehen ausgeglichener, wirklich klare Chancen blieben laut Goje auf beiden Seiten rar. Insgesamt bewertete er das Derby als fair und zollte dem Gegner Respekt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Yspertal legte früh vor: Christian Eder stellte auf 0:1, Michal Jilek erhöhte auf 0:2. Goje hob die Bedeutung der Standardsituationen hervor und sah genau darin die frühe Überlegenheit des Gegners – besonders bei Einwürfen: „Ich zähle auch den Einwurf als Standard – das erste und das dritte Tor entstanden daraus. Das war für uns defensiv viel zu einfach, der Gegner hat es gut gemacht.“ Beim 0:2 sprach Goje von einer klare abseit, hielt aber ebenso fest, dass der Gegner seine Möglichkeiten effizient nutzte.
Nach der schwierigen Anfangsphase fand Nöchling ins Spiel und setzte eigene Akzente. Der Anschluss fiel sehenswert: Fabian Schachenhofer verkürzte auf 1:2 – ein echtes Traumtor. Insgesamt vergab Nöchling aussichtsreiche Angriffe, weil im letzten Drittel die Genauigkeit fehlte: „Wir sind oft bis in den Sechzehner gekommen, aber bei Annahme und Abschluss fehlte die Präzision – statt klar zu schießen, war es manchmal der Hackentrick.“ Nach der Pause zog Yspertal durch Benjamin Rameder auf 1:3 davon – erneut nach einer Aktion, die Nöchling aus einem Einwurf heraus nicht sauber verteidigte, wie Goje es beschrieb.
Spät im Spiel sah Goje eine strittige Elfmeterszene: „Im Profibereich pfeift man von 20 solchen Aktionen 20-mal Elfmeter. Es war kurz vor Schluss, an der Entscheidung änderte das nichts mehr.“ Sein Gesamturteil blieb ausgewogen: „Ein, zwei Fouls hätte man strenger pfeifen können, aber der Gegner war besser und hat verdient gewonnen.“ Die Atmosphäre passte für ihn: „In der KM war es ein faires Derby – Emotionen ja, aber alles im Rahmen.“ Für die nächsten Wochen nimmt er Zuversicht mit: „Ab der 20. Minute bin ich mit unserer Leistung zufrieden. Wir haben uns im Vergleich zur Vorwoche in der 2. Halbzeit besser präsentiert. Unser Ziel ist, künftig ab der 1. Minute so aufzutreten, wie später im Spiel.“