Spielberichte

Manuel Müller (USV Kirchschlag/Waldv.): „Totalausfall“ – 1:2 in Sallingberg/Ottenschlag nach Defensiv-Geschenken

Sallingberg/Ottenschlag
Kirchschlag/Waldv.

Deutliche Worte nach einem zähen Duell: Manuel Müller, Trainer des USV Kirchschlag/Waldv., zeichnete ein kritisches Bild des Auswärtsauftritts bei der SG Sallingberg/Ottenschlag in der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal. Zwischen Unzufriedenheit über das eigene Auftreten und der Einschätzung eines insgesamt zerfahrenen Spiels überwog bei Müller die Analyse verpasster Basics: fehlende Zweikampfhärte, zu viele Fehlpässe und zu wenig Laufbereitschaft. Zudem kamen personelle Ausfälle hinzu – verbunden mit einer klaren Erwartung an die kommende Woche.

Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kein Zugriff, kein Spielfluss

Auf die Frage nach dem Gesamtverlauf hielt Manuel Müller fest, seine Mannschaft habe „einen Totalausfall“ erlebt. Ausführlicher beschrieb er die Mängel: „Wir fanden über die ganze Spielzeit nicht in das Spiel, hatten großteils Fehlpässe, gewannen kaum Zweikämpfe und legten weder Aggressivität noch Laufbereitschaft an den Tag.“ Die gesamte Begegnung, die aus seiner Sicht kaum zusammenhängende Aktionen bot. „Generell war es kein schönes Fußballspiel. Es kam kein Spielfluss zustande – viel Hin und Her, wenige klare Aktionen von beiden Teams.“ Letztendlich war Sallingberg/Ottenschlag der verdiente Sieger nachdem sie unsere Geschenke nutzten. Der Versuch, über Ballbesitz oder klare Abläufe Zugriff zu finden, scheiterte an der Basis: zu viele ungenaue Zuspiele, verlorene Duelle und zu wenig Wucht gegen den Ball. Auch im physischen Bereich wollte Müller keinen klaren Vorteil für eine der beiden Seiten erkennen: „Es war auf beiden Seiten sehr ähnlich.“

Eigenfehler prägen die Schlüsselmomente

Konkrete Szenen, die Müllers Unzufriedenheit untermauern , gab es bereits vor der Pause: „Wir haben durch Eigenfehler in der ersten Halbzeit zwei Chancen für Sallingberg/Ottenschlag ermöglicht, die sie eigentlich nutzen müssen“, und haben zusätzlich unseren Elfmeter vergeben sagte er rückblickend – Glück also, dass zur Pause noch 0:0 stand. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie in jene Richtung, die der Trainer als „Geschenke“ umschrieb: „Die zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit waren durch Unstimmigkeiten in der Defensive vermeidbar.“ Der Ablauf spiegelt diesen Eindruck: In der 58. Minute stellte Julian Jäger für Sallingberg/Ottenschlag auf 0:1, in der 67. erhöhte Marek Sedlacek auf 0:2. Erst in der 89. Minute verkürzte Christopher Hick für Kirchschlag/Waldv. auf 1:2, der Anschlusstreffer kam aber zu spät.

Ausfälle, fehlende Highlights und eine klare Woche der Antworten

Besonders belastend war aus Müllers Sicht die personelle Ausgangslage. „Wir hatten heute keine Möglichkeit, unsere vier Ausfälle zu kompensieren. Hackl Philipp und Leitner Jan waren die einzigen Spieler die heute ihre Leistung abgerufen haben. Die Mannschaft muss nächste Woche ein anderes Gesicht zeigen“, stellte er klar. Der Satz liefert einerseits eine Erklärung für die fehlende Stabilität, ist andererseits aber auch ein Auftrag: Trainingswoche und nächstes Spiel sollen als Korrekturfenster dienen. Individuelle Lichtblicke suchte der Trainer vergeblich. Für die anstehenden Aufgaben setzt Müller den Fokus auf Basics: Passgenauigkeit,  Kompaktheit im Defensivverbund sowie mehr Spielwitz, Passspiel, Aggressivität und Laufbereitschaft in der Offensive. Die Erwartung ist formuliert – nun liegt es an der Mannschaft, in der kommenden Woche tatsächlich ein „anderes Gesicht“ zu zeigen.

2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: Sallingberg/Ottenschlag : Kirchschlag/Waldv. - 2:1 (0:0)

  • 89
    Christopher Hick 2:1
  • 67
    Marek Sedlacek 2:0
  • 58
    Julian Jäger 1:0