In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal setzte sich die SG Waldhausen/Gloxwald in der 20. Runde mit 3:1 gegen SPU TSV Nöchling durch. Nach einem offenen Beginn legten die Hausherren vor der Pause den Grundstein und brachten den Sieg nach einer Roten Karte gegen die Gäste sicher nach Hause. Nöchlings Coach Cosmin-Gheorghe Goje sprach von einem Spiel, das von zweiten Bällen und Standards geprägt war – und gratulierte fair: „Waldhausen hat’s gut gemacht.“

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Aus Gästesicht begann es vielversprechend: Nöchling setzte früh hohes Pressing, gewann Zweikämpfe und ging in Minute 19 durch Manuel Grabner mit 0:1 in Front. „Wir machen das 1:0 nach einem Standard“, fasste Cosmin-Gheorghe Goje zusammen. Die Antwort der Heimischen folgte prompt: Nur zwei Minuten später stellte Mate Sebök auf 1:1 (21.).
Goje haderte mit der Entstehung: „Vor der Ecke war aus meiner Sicht ein klares Foul, das haben mir auch meine Spieler gesagt.“ Danach kippte die Partie allmählich Richtung Waldhausen. Nöchling verlor vor der Pause auf der rechten Seite in Überzahl unnötig den Ball, die Gastgeber spielten schnörkellos nach außen und vollendeten nach wenigen Stationen – Elias Sandhofer drehte das Spiel zum 2:1 (42.). „Das war für uns im Kopf schwer“, so Goje, der die bis dahin ausgeglichene Phase schwinden sah.
In seiner Analyse blieb der Nöchling-Coach klar. „Es war ein richtiges Derby mit viel Pressing und vielen Zweikämpfen. Wir haben gut gestanden und den Gegner hinten nicht spielen lassen“, sagte Goje. Entscheidend sei aber gewesen, wie Waldhausen die langen und gechippten Bälle weiterverwertete: „Die waren bei den zweiten Bällen fast immer da – das war der Schlüssel.“ Offensiv blieb Nöchling trotz früher Führung zu harmlos. „Vorne war es wieder zu wenig. Wir hatten bei 0:0 eine Doppelchance, danach fast nichts mehr“, erklärte er.
Auch personell drückt der Schuh: „Wir haben Verletzungsprobleme, in der Mitte fehlen uns Spieler. Unser Kapitän spielt seit Wochen angeschlagen – er bringt zwar etwas, aber insgesamt ist es zu wenig nach vorne.“ Den Unterschied fasste Goje knapp: „Sie wollten ein bisschen mehr und haben das letzte Drittel besser gespielt.“
Nach Wiederbeginn blieb Waldhausen das aktivere Team – und bekam zusätzlich Rückenwind: In Minute 59 sah Nöchlings Jakob Geyrhofer Rot. „Das war leider klar“, räumte Goje ein. Nur zwei Minuten später erhöhte erneut Mate Sebök auf 3:1 (61.) und stellte die Weichen endgültig. Aus Trainersicht war auch dieser Treffer vermeidbar: „Nach der Roten kassieren wir einen leichten Freistoß ins Tormanneck – den müssen wir haben.“
Unzufrieden zeigte er sich vor allem mit der Szene vor dem 1:1: „Da war vorher ein Foul, der Schiedsrichter gab Ecke. Sonst ein paar Kleinigkeiten, nichts Großes.“ Insgesamt blieb Goje fair: „Gratuliere Waldhausen zum Sieg. Der war verdient; sie hätten noch drei Tore machen können.“ Für Nöchling heißt das: Köpfe hoch, vorne wieder Bälle festmachen und die zweiten Bälle konsequenter sichern – „sonst belohnen wir uns auch in so umkämpften Spielen nicht.“