In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal feierte der USV Kirchschlag/Waldv. beim TSU Martinsberg einen 3:1-Auswärtssieg. Die Gäste legten früh los, stellten rasch auf 2:0 und antworteten noch vor der Pause auf den Anschluss der Hausherren umgehend mit dem 3:1. Trainer Manuel Müller sprach von einem effizienten Auftritt und hob die Szene zum dritten Treffer als Schlüssel hervor. Nach dem Seitenwechsel wurde es umkämpfter und zäher, weitere Tore fielen nicht – am Ende stand ein starker Auftritt und ein wichtiger Dreier mit dem Endstand 1:3 (1:3).

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Kirchschlag erwischte den Traumstart, den sich das Team vorgenommen hatte. „Wir wussten, dass es auswärts in Martinsberg schwer wird und dass der Gegner tief stehen wird. Unser Ziel war, schnell in Führung zu gehen. Das haben wir optimal umgesetzt“, sagte Trainer Manuel Müller. Nach neun Minuten traf Ondrej Hruska zum 0:1, nur fünf Minuten später legte Simon Weinmann das 0:2 nach. Martinsberg blieb jedoch dran und verkürzte kurz vor dem Pausenpfiff durch Michal Rossmann auf 1:2 (44.). Die Antwort der Gäste kam praktisch im Gegenzug: Mario Blabensteiner stellte noch in Minute 45 auf 1:3 – genau die Szene, die Müller später hervorhob: „Das 3:1 war meiner Meinung nach der entscheidende Moment. Martinsberg hat kurz vor der Pause angeschrieben, und wir haben im Gegenzug den Zwei-Tore-Abstand wiederhergestellt.“ Zum Tor selbst lieferte er Einblick: „Wir haben uns vorgenommen, im letzten Drittel über die Seiten zu kommen. Beim 3:1 war es eine tolle Aktion von Simon Weinmann über links, der den Pass zur Mitte bringt.“
Nach der Pause veränderte sich das Bild. Martinsberg stand weiter tief, suchte aber noch konsequenter die langen Bälle. „Martinsberg ist sehr tief gestanden und hat mit vielen langen Bällen agiert. So haben wir an Spielfluss verloren“, erklärte Müller. Viele zweite Bälle wurden zum Thema, die Partie wurde ruppiger und zerfaserte. Aus Kirchschlager Sicht war bereits vor der Pause der Grundstein gelegt, danach ging es vor allem darum, die Führung mit kühlem Kopf zu behaupten. „Wir waren heute sehr effizient vor dem Tor und haben unsere Chancen genutzt“, bilanzierte der Trainer. Genau diese Effizienz machte vor dem Seitenwechsel den Unterschied, während nach der Pause viel Kampf, wenige zusammenhängende Kombinationen und keinerlei weitere Treffer auf dem Zettel standen. Das 1:3 zur Halbzeit blieb der Endstand.
In seiner Nachbetrachtung sparte Manuel Müller auch nicht mit Kritik am Schiedsrichter, betonte aber, dass es seine Sicht der Dinge sei. „Meiner Meinung nach hatte der Schiedsrichter eine starke Heimtendenz. Wir wurden für Kleinigkeiten mit Gelb bestraft, während härtere Fouls des Gegners ohne Karte blieben. Bei zwei Aktionen abseits des Balls hätte der Schiedsrichter aus meiner Sicht stärker durchgreifen müssen“, meinte der Coach. Sportlich bringt der Auswärtssieg drei wichtige Punkte: Kirchschlag gewann ein schwieriges Auswärtsspiel vor allem dank einer starken ersten Halbzeit. In der Tabelle der Liga rangiert Kirchschlag/Waldv. aktuell auf Platz 9 (19 Punkte), Martinsberg auf Rang 12 (13 Zähler). Für die kommenden Wochen gilt es, den Schwung des Blitzstarts mitzunehmen, bei den zweiten Bällen wieder mehr Kontrolle zu bekommen – und die Effizienz vor dem Tor weiter so konsequent auszuspielen.