In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal setzte sich der SV Yspertal in der 21. Runde mit 1:0 gegen den USV Weiten durch. Das Goldtor fiel früh, danach blieben die Hausherren am Drücker – ließen aber etliche Chancen liegen. Trainer Markus Aichinger sprach von einem verdienten Sieg nach „extrem dominanter“ Vorstellung und sah den einzigen Wermutstropfen in der Ausbeute vor dem Tor. In der Tabelle bleibt Yspertal auf einem starken dritten Platz und nimmt viel Selbstvertrauen – und eine klare Hausaufgabe – mit.

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Yspertal erwischte genau den Start, den sich ein Heimteam wünscht. „Wir haben von Anfang an versucht, das Tempo zu machen und hatten von der ersten Minute weg viele Chancen. Wir waren extrem dominant“, erklärte Markus Aichinger nach dem Schlusspfiff. Der Lohn kam früh: In Minute 11 traf Rene Schaumüller zum 1:0. Damit war aus Sicht des Trainers der wichtigste Moment gesetzt: „Der wichtigste Moment war auf jeden Fall das Tor. Beim Fußball geht es ums Toreschießen – ohne das wäre es wohl 0:0 ausgegangen.“ Bis zur Pause blieb Yspertal das aktivere Team und nahm die knappe Führung mit in die Kabine.
Wer nach der starken Anfangsphase die schnelle Vorentscheidung erwartete, wurde eines Besseren belehrt. Chancen hatte Yspertal reichlich, nur die Belohnung blieb aus. Aichinger brachte es klar auf den Punkt: „Von zehn Chancen müssen wir heute mindestens fünf machen, wir haben leider nur eines.“ Der Coach schilderte das Tor als „super herausgespielt von hinten, stark über außen, in den Rückraum gelegt und dann ins lange Eck“ – ein Musterangriff, der sinnbildlich für die klare Linie seiner Mannschaft stand. Danach fehlten oft nur Zentimeter. „Wir waren bei der Chancenauswertung nicht effizient. Der Ball wollte einfach nicht ins Tor“, so Aichinger, der seiner Elf trotz des Chancenwuchers ein großes Kompliment machte.
Auch der Blick auf den Gegner fiel respektvoll, aber deutlich aus. „Weiten hat sich bemüht, aber prozentuell hatten wir etwa siebzig Prozent Spielanteile. Wir haben permanent versucht, das Spiel zu machen und den Gegner über neunzig Minuten unter Druck gesetzt“, betonte Aichinger. Diskussionen wollte er nicht aufkommen lassen, auch wenn er anmerkte: „Der Schiedsrichter hat sich bemüht. Es gab ein paar Szenen, die nicht hundertprozentig korrekt waren, aber darauf will ich nicht weiter eingehen.“ Viel wichtiger war ihm der Gesamteindruck seiner Truppe: dominant, lauffreudig, mit klarer Idee – nur eben mit Luft nach oben im Abschluss. „Es war ein verdienter Sieg, auch wenn’s nur 1:0 war. Wir arbeiten weiter und sind noch immer ein sehr guter Dritter. Das freut mich für unser Team“, sagte der Trainer. Für Yspertal bleibt damit das Ziel klar: die starke Form bestätigen – und sich fürs viele Anlaufen öfter belohnen.