In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal feierte der USV Bleicher Weiten einen 1:0-Heimsieg gegen den USV Kirchschlag/Waldv.. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mit wenigen Chancen fiel die Entscheidung nach der Pause: Alexander Rupp traf in Minute 61 zum Goldtor. Weiten nutzte die eine große Szene, Kirchschlag blieb trotz engagiertem Auftritt ohne Durchbruch – ein Arbeitssieg, der vor allem auf eine starke Einzelaktion zurückging.

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Der Nachmittag in Weiten begann vorsichtig, endete aber mit einem Jubel im Heimsektor. Zur Halbzeit stand es 0:0, was gut zum Bild passte. „Es war ein ziemlich ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften haben wenige Chancen zugelassen und auch wenige kreiert“, ordnete USV-Obmann-Stellvertreter Thomas Loidhold ein. Auch das Gefühl kippte lange nicht. „Eigentlich nie. Es war wirklich sehr ausgeglichen. Es hat sich angefühlt, als würde das Team, das das 1:0 erzielt, auch gewinnen.“ Genau so kam es: In Minute 61 setzte Alexander Rupp das einzige Ausrufezeichen. „Alex hat seine ganze Klasse gezeigt, den Ball im linken Halbfeld bekommen, etwas angedribbelt und dann an der Strafraumkante mit links ins rechte untere Eck abgeschlossen.“ Diese Einzelaktion machte den Unterschied.
Loidhold sah den Erfolg weniger als spielerische Glanzleistung, sondern als Ergebnis harter Arbeit und geschlossener Haltung. „Wir sind in den letzten Wochen sehr zusammengekommen. Das Team ist näher zusammengerückt, jeder spielt für jeden. Jeder übernimmt Verantwortung“, sagte er und betonte, dass das die richtige Richtung für die Zukunft sei. Gleichzeitig blieb er ehrlich, wo es hakt: „Offensiv, vor allem die Bewegungen ohne Ball, da fehlt es noch.“ Auch den Gegner bewertete er fair: „Kirchschlag war sehr bemüht, hat versucht, das Spiel zu machen.“ Unterm Strich blieb es eine Partie, in der Kleinigkeiten entschieden. „Es war wirklich ein Unentschieden-Spiel und die Aktion von Alex hat am Ende den Unterschied gemacht.“ Strittige Szenen gab es laut Loidhold nicht – der Schiedsrichter war „kein Thema“.
Nach dem Abpfiff überwog Erleichterung, aber auch Vorfreude. „Sehr positiv – es ist eine richtige Aufbruchsstimmung bei uns“, so Loidhold. Diese Energie soll in die neue Saison mitgenommen werden. Entscheidender Punkt: der Trainer. „Wir haben jetzt mit Florian Furtlehner einen Trainer, der sehr gut bei der Mannschaft ankommt und aufgrund seiner Zeit als Spieler bei uns jeden kennt und weiß, wie er aus jedem einzelnen das Beste rausholen kann. Er war als Interimscoach eingesprungen und wird auch nächste Saison als Trainer auf der Seitenlinie stehen.“ Außerdem soll der Kader gezielt verstärkt werden, wobei hier die Nachhaltigkeit und Regionalität vorrang hat. „Wir haben für die nächste Saison schon ein paar Transfers eingetütet. Den einen oder anderen Wunschspieler wollen wir noch von unserem Projekt überzeugen, aber wir sind nächstes Jahr auch ohne Legionäre gut aufgestellt.“ Sportlich wartet nach einem spielfreien Wochenende noch ein dicker Brocken: Waldhausen, der bereits feststehende Meister. „Mal schauen, ob wir den Meister noch ärgern können, haha“