In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal feierte der Union Sportclub Pöggstall Jägerbau einen späten 3:2-Heimsieg gegen den SPU TSV Nöchling. Nach 0:2-Rückstand kam die Fuchs-Elf mit einem Doppelschlag zurück, ehe Matthias Wagner kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielte. „Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben“, betonte Coach Stefan Fuchs – und sprach angesichts der schwierigen Bedingungen und des späten Freistoßtreffers auch von einem „eher glücklichen“ Ende für seine Mannschaft.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Beide Teams gingen die Partie mutig an, versuchten trotz schwierigen Platzverhältnisse wegen strömenden Regens von Beginn an Fußball zu spielen. „Beide Mannschaften haben von Anfang an versucht, Fußball zu spielen“, sagte Pöggstall-Trainer Stefan Fuchs. Den ersten Warnschuss setzte Nöchling aus der Distanz, ehe die Gäste in Führung gingen: In Minute 30 traf Florian Kerschbaumer nach einem Fehler im Spielaufbau und der daraus resultierenden Kontersituation zum 0:1. Pöggstall versuchte zu antworten, fand im letzten Drittel aber noch nicht die klaren Lösungen. „Sie sind vor der Halbzeit 1:0 in Führung gegangen durch eine Kontersituation“, ordnete Fuchs nüchtern ein. Zur Pause stand es 0:1 – ein Spielstand, der die Kräfteverhältnisse unter dem strömenden Regen gut abbildete: viel Einsatz auf beiden Seiten, Nöchling im Abschluss zielstärker. „Es war eine Regenschlacht mit sehr schwierigen Bedingungen für beide Mannschaften“, so Fuchs über den dichten Niederschlag, der über weite Strecken den Takt vorgab.
Der zweite Durchgang begann mit einem weiteren Nöchlinger Nadelstich: Nach einem Eckball erhöhte Matthäus Schachenhofer in der 65. Minute auf 0:2. Pöggstall stand nun vor einem Berg, doch der Glaube blieb. „Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben. Der Doppelschlag hat uns zurückgebracht“, erklärte Fuchs. Und genau so kam es: Zuerst verkürzte Szymon Kamil Cukier in der 70. Minute auf 1:2, nur drei Minuten später stellte Jakob Pospichal mit dem 2:2 die Uhren wieder auf null. Mit dem Ausgleich kippte die Stimmung am Platz spürbar. Pöggstall blieb dran und belohnte sich ganz spät: In der 89. Minute traf Matthias Wagner – Fuchs präzisierte: „Das entscheidende Tor entstand aus einem Freistoß, der glücklicherweise hineingegangen ist.“ Der Jubel war groß, weil die Gastgeber in der Schlussphase die langen Wege konsequent gegangen waren und sich für den Aufwand belohnten.
Bei allem Freudentaumel blieb Stefan Fuchs fair in der Analyse. „Der Gegner war sehr stark. Großer Respekt an den Gegner“, sagte der Coach und stellte klar: „Zum Schluss war es eher ein glücklicher Sieg. Ein Unentschieden wäre für beide Mannschaften gerecht gewesen.“ Auch zur Spielleitung äußerte er sich ohne Schärfe: „Der Schiedsrichter war okay. Eine Elfersituation war da, aber nichts Gravierendes.“ Dass seine Mannschaft das Spiel noch drehte, schrieb Fuchs vor allem der Mentalität zu: „Besonders gut war der Wille, wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben.“ In der Tabelle bewegen sich beide Teams im dicht gedrängten oberen Mittelfeld – umso wichtiger fühlt sich dieser Last-Minute-Dreier an. Pöggstall will den Schwung aus der Regenschlacht mitnehmen und die Energie aus dem Comeback in die nächste Trainingswoche tragen.