In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal feierte der SV Jauerling gegen TSU Martinsberg einen 2:1-Heimsieg. Nach zwei Treffern vor der Pause lag Jauerling zur Halbzeit 2:0 vorne, Martinsberg kam kurz nach Wiederbeginn heran. Sportchef Max Frohner sprach von einem zerfahrenen Start nach einer langen Unwetter-Verzögerung, danach habe sein Team die Kontrolle übernommen und den Vorsprung solide verteidigt. „Das 2:0 hat uns Ruhe gegeben“, meinte er – einzig das dritte Tor sei ausgeblieben, wodurch es bis zum Schluss offen blieb.

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Der Auftakt stand unter besonderen Vorzeichen: Wegen eines durchziehenden Unwetters begann die Partie mit rund einer halben bis dreiviertel Stunde Verspätung, die Teams hatten nur kurz Zeit zum Aufwärmen. „Am Anfang war es sehr zerfahren. Martinsberg hat anfangs gut mitgespielt“, schilderte Max Frohner. Nach dieser wackeligen Phase fand Jauerling besser in die Spur und übernahm klar das Kommando. In Minute 29 fiel der Befreiungsschlag: Florian Satzl stellte auf 1:0. Kurz vor der Pause legte Jauerling nach, Oliver Kremser traf in der 43. Minute zum 2:0 – dem ging ein Abschluss von René Lukac voraus, den der Gästetorhüter noch pariert hatte. „Dann haben wir die Kontrolle übernommen und zwei Tore vor der Halbzeit gemacht“, so Frohner, der den ersten Abschnitt als Schlüssel zur späteren Entscheidung sah. Mit dem Zwei-Tore-Polster ging es in die Kabinen, die Hausherren hatten das Geschehen zu diesem Zeitpunkt im Griff.
Nach dem Seitenwechsel kam weniger von Jauerling nach vorne, Martinsberg witterte seine Chance und verkürzte früh: In der 50. Minute traf Michal Rossmann zum 2:1. Für Frohner war es ein Treffer nach einem ruhenden Ball: „Aus dem Spiel heraus haben wir defensiv nichts anbrennen lassen. Das Gegentor kam aus einem Standard.“ Gleichzeitig haderte er mit der eigenen Effizienz: „Wir haben verabsäumt, das dritte Tor zu machen, um den Deckel drauf zu machen.“ Dieses fehlende 3:1 sorgte dafür, dass die Partie bis zum Schluss offen blieb. Dennoch wirkte Jauerling insgesamt stabil, verteidigte den knappen Vorsprung konzentriert und ließ die Gäste kaum zu klaren Gelegenheiten kommen. „Wir haben den Vorsprung verwaltet und hinten kompakt gestanden“, fasste Frohner die zweite Halbzeit zusammen.
Martinsberg präsentierte sich über weite Strecken defensiv solide und körperbetont. „In den ersten 15 bis 20 Minuten haben sie uns das Leben schwer gemacht und vieles wegverteidigt“, sagte Frohner anerkennend. In der Nachspielzeit sah Jakob Plieweis noch die Rote Karte (90+2). Frohners Einordnung fiel deutlich aus: „Das war ein komplett unnötiges, sehr gefährliches Einsteigen.“ Diskussionsstoff gab es zwischendurch bei Abseitsentscheidungen. „Ein, zwei Abseitspfiffe waren strittig. Auch beim 2:1 bin ich nicht sicher, ob es nicht Abseits war“, merkte er an, stellte aber zugleich klar: „Insgesamt hat der Schiedsrichter eine gute Leistung gezeigt, gut mit den Spielern kommuniziert und die Rote am Schluss richtig gegeben.“ So blieb aus seiner Sicht nichts spielentscheidend falsch.
In der Analyse hob Frohner vor allem die Offensiv-Unterschiede hervor: „Wir haben uns Chancen aus dem Spiel heraus erarbeitet, daraus sind auch unsere Tore entstanden.“ Martinsberg hingegen setzte laut ihm viel auf lange Bälle und blieb vor allem bei Standards gefährlich. „Das war heute der große Unterschied“, sagte der Sportchef. In der Tabelle sammelt Jauerling damit wichtige Punkte im gesicherten Mittelfeld (Platz 8, 26 Zähler), während Martinsberg weiter unten Druck verspürt (Platz 12, 13 Punkte). Für den Endspurt sieht Frohner eine klare Stellschraube: „Wir müssen in solchen Spielen das dritte Tor machen. Dann ist früher Ruhe.“ Bleibt die Defensive so stabil und kommt vorne die nötige Konsequenz dazu, will Jauerling die Saison sauber zu Ende spielen.