Spielberichte

Lichtenau findet zu spät Zugriff – 2:4 in Yspertal

SV Yspertal
SV Lichtenau

Im Duell der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal setzte sich der SV Yspertal mit 4:2 gegen den SV Lichtenau durch. Ein früher Doppelschlag stellte die Weichen, Michal Jilek schnürte einen Dreierpack, Rene Schaumüller legte nach. Für Lichtenau traf Lukas Höllriegl doppelt. Gästecoach Gerald Schnait verwies auf viele Ausfälle und meinte: „Yspertal war schneller und entschlossener.“ Seine Elf blieb zwar dran, kam aber zu spät, um den Rückstand noch einmal richtig zu gefährden.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Lichtenau verschläft die Anfangsphase

Yspertal war von Beginn an das aktivere Team – und Lichtenau bekam in den ersten Minuten keinen Zugriff. „Die ersten zwanzig Minuten waren klar bei Yspertal. Wir hatten da wenig Zugriff aufs Spiel“, sagte Trainer Gerald Schnait. Folgerichtig stellte Michal Jilek mit einem Doppelschlag früh auf 2:0 (14., 22.). Lichtenau schüttelte sich, kam über mehr Ballgewinne ins Match und nutzte eine seiner Möglichkeiten: Lukas Höllriegl verkürzte in Minute 27 auf 2:1. „Mit Fortdauer sind wir besser reingekommen, haben Chancen vorgefunden und noch vor der Pause das Tor gemacht. Wir sind mit 2:1 in die Kabine“, so Schnait.

Umstellungen und nachlassende Kräfte – Yspertal legt nach

Zur Pause musste Lichtenau reagieren. „Wir mussten umstellen, im Mittelfeld drehen und hinten anders stehen“, erklärte Schnait, der erneut verletzungsbedingte Anpassungen vornehmen musste. Nach ordentlichem Beginn der Gäste schob Yspertal die Partie aber wieder auf seine Seite. Jilek stellte mit seinem dritten Treffer auf 3:1 (63.), Rene Schaumüller legte wenig später das 4:1 nach (69.). „Dann sind die Kräfte ein wenig verschwunden, Yspertal hat wieder Druck gemacht“, sagte der Coach. Lichtenau steckte nicht auf: Höllriegl fing einen Fehlpass ab und stellte mit seinem zweiten Tor auf 4:2 (78.). „Das war eine gute Aktion von Lukas Höllriegl“, lobte Schnait – mehr war an diesem Tag aber nicht drin.

Schnaits Einordnung: Zweikämpfe, Abseitsverdacht und Respekt für den Gegner

Der Lichtenau-Trainer führte die Niederlage vor allem auf Personalsorgen und zu wenig Präsenz in den Duellen zurück. „Wir haben wieder Spieler auf Positionen bringen müssen, die nicht ihre Stammposition sind. Ein paar, die sonst nicht von Beginn an spielen, waren diesmal dabei“, erklärte er. Deutlich fiel seine Analyse im Kern aus: „Wir haben die Zweikämpfe nicht entschlossen genug angenommen.“ Gleichzeitig hob er die Qualität des Gegners hervor: „In Summe war Yspertal schneller, spritziger und im Mittelfeld überlegen. Vorne haben sie zwei Stürmer, die den Unterschied ausmachen.“ Zu den frühen Treffern meinte Schnait: „Die ersten zwei Tore waren aus meiner Sicht abseitsverdächtig. Aber das ist zu akzeptieren – wir dürfen trotzdem nicht stehen bleiben.“ Zur Leitung sagte er fair: „Er hat vieles laufen lassen, aber auf beide Seiten.“

Junge Burschen sammeln Minuten – und der Blick geht auf Martinsberg

Trotz Niederlage nahm Schnait Positives mit: „Wir hatten eine junge Bank, zwei Burschen aus der U15 haben zehn bis fünfzehn Minuten bekommen. Körperlich waren sie natürlich unterlegen, aber sie haben das nicht schlecht gemacht.“ Für die nächsten Einheiten ist die Marschroute klar: „Wir brauchen wieder mehr Zug in die Offensive. Am Anfang waren wir zu passiv, haben uns zu wenig angeboten.“ Der Fokus liegt nun auf dem Saisonfinale: „Gegen Martinsberg wollen wir kompakt auftreten und uns die drei Punkte holen. Die Fans werden uns sicher wieder unterstützen.“ In der Tabelle festigt Yspertal Rang drei, Lichtenau bleibt Siebenter – mit der Chance, die Saison mit einem guten Auftritt abzuschließen.

2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: SV Yspertal : Lichtenau - 4:2 (2:1)

  • 78
    Lukas Höllriegl 4:2
  • 69
    Rene Schaumüller 4:1
  • 63
    Michal Jilek 3:1
  • 27
    Lukas Höllriegl 2:1
  • 22
    Michal Jilek 2:0
  • 14
    Michal Jilek 1:0