In der 2. Klasse Waldviertel Süd ist der SCU Emmersdorf mit einer 1:3-Heimniederlage gegen USV Bleicher Weiten in die Saison gestartet. Trainer Roland Zimmerl machte nach dem Auftakt kein Geheimnis daraus, woran es aus seiner Sicht lag. "Wir haben grottenschlecht begonnen", sagte er nach Schlusspfiff. Zwei Gegentore in den ersten drei Minuten und das 1:3 kurz nach der Pause gaben der Partie früh die Richtung.
Schon nach 60 Sekunden lag SCU Emmersdorf durch einen Treffer von Rene Ballwein 0:1 zurück, in der 3. Minute erhöhte Michael Fuchs sogar auf 0:2. Damit war der Start in Runde eins komplett misslungen. Roland Zimmerl formulierte es deutlich: "Die ersten fünfzehn Minuten waren eine einzige Katastrophe. Nach zweieinhalb Minuten zwei Gegentore zum Start einer Saison zu bekommen, ist furchterregend." Ganz abgeschrieben war die Partie damit aber noch nicht, weil Milan Urban in der 22. Minute auf 1:2 verkürzte und damit zumindest wieder Anschluss herstellte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, doch schon in seiner ersten Einordnung machte der Trainer klar, dass für ihn der frühe Rückstand und die schwachen Anfangsphasen das zentrale Thema dieses Abends waren.
Dass SCU Emmersdorf nach dem Anschlusstreffer noch einmal ins Spiel zurückfinden konnte, bekam aus Sicht von Roland Zimmerl gleich nach Wiederbeginn den nächsten Dämpfer. In der 49. Minute stellte Thomas Schmid auf 1:3, und genau dieses Tor hob der Trainer als Schlüsselszene hervor. "Entscheidend war das 3:1 nach der Pause mit einem fürchterlichen Querpass im Sechzehner", sagte Roland Zimmerl. Für ihn ging die Partie deshalb "in den Anfangsminuten beider Halbzeiten" verloren. Dazu kam, dass Roland Zimmerl die offensive Qualität von USV Bleicher Weiten ausdrücklich anerkannte. "Ich denke, dass der Gegner offensiv sehr gute Qualität hat. Wenn man ihm so viel Platz lässt, kann er das auch dementsprechend ausnutzen", erklärte er und lieferte damit auch eine Begründung dafür, warum die Gäste ihre frühe Führung bis zum Ende verteidigen konnten.
Besonders hart fiel aus, wie Roland Zimmerl die eigene Leistung insgesamt bewertete. Viel Positives wollte der Trainer aus dem ersten Saisonspiel nicht mitnehmen. "Es gab nichts Positives da rauszuziehen", sagte er, und schob nach: "Es war von den Grundlagen her kein guter Auftritt, speziell in den Anfangsphasen beider Halbzeiten." Noch klarer wurde er bei der Frage, was seiner Mannschaft gefehlt habe: "Die mentale Einstellung." Damit legte Roland Zimmerl den Finger genau auf jenen Punkt, den er schon beim frühen 0:2 als Ursache ausgemacht hatte. Diskussionen um Nebenschauplätze gab es für ihn nicht. "Es gab keine strittigen Situationen, und im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter auf beiden Seiten keine gravierenden Fehler gemacht", meinte er. Für SCU Emmersdorf bleibt nach diesem 1:3 also vor allem die Aufgabe, die eigenen Startphasen rasch in den Griff zu bekommen, denn genau dort sah der Trainer den Grundstein für diese Niederlage gelegt.