Spielberichte

„An ein normales Fußballspiel war nicht zu denken“ – Harald Schobersberger ordnet das 0:0 ein

USV Klein-Pöchlarn
SV Leiben

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Klein-Pöchlarn am Freitagabend von SV Leiben mit 0:0 getrennt. Das Ergebnis erzählt dabei nur einen Teil der Geschichte, denn laut Trainer Harald Schobersberger war die Partie wegen Gewitter, Sturm und langer Unterbrechung kaum in einen normalen Rhythmus zu bringen. Dazu fehlte seinem Team nach der Pause die Bewegung, um aus dem Remis noch mehr zu machen.

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von Ben Hershey auf Unsplash

Gewitter, Sturm und eine Partie ohne Fluss

Schon der Beginn verlief alles andere als gewöhnlich. Harald Schobersberger schilderte die Bedingungen sehr deutlich und machte sofort klar, warum ihm dieses 0:0 nicht wie ein normales Punktspiel vorkam. „Bei Spielbeginn sind Gewitter und Sturm aufgekommen. Wir haben circa fünfzehn Minuten gespielt, dann ist es unterbrochen worden und nach einer halben Stunde ist das Spiel wieder fortgesetzt worden. An ein normales Fußballspiel war nicht zu denken“, sagte der Trainer des USV Klein-Pöchlarn. Gerade in der ersten Hälfte machte sich das laut seiner Einschätzung stark bemerkbar, weil seine Mannschaft auch noch gegen den Wind spielen musste. „Da war alles auf Zufall aufgebaut“, meinte Schobersberger. Er sah in dieser Phase etwa zwei Möglichkeiten für den Gegner, gleichzeitig aber auch zwei große Chancen für seine eigene Mannschaft. Zur Pause stand es dennoch 0:0.

Ausgeglichen nach der Pause, aber ohne den nötigen Zugriff

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild laut dem Klein-Pöchlarner Trainer nur teilweise. „Die zweite Halbzeit war ziemlich ausgeglichen“, sagte Schobersberger, der also kein klares Übergewicht einer Mannschaft mehr sah. Trotzdem fand sein Team aus seiner Sicht nicht mehr richtig in die Partie hinein. Einen Grund dafür machte er vor allem in der Gangart des Gegners fest. „Der Gegner hat Härteeinlagen eingelegt. Durch diese Härte sind wir nicht ins Spiel reingekommen“, lautete seine Einschätzung. Dazu kam, dass er auch mit einigen Entscheidungen des Unparteiischen nicht einverstanden war. Schobersberger sprach von „ein paar strittigen Situationen“ bei Abseitsentscheidungen und meinte außerdem, aus seiner Sicht seien auch härtere Vergehen nicht entsprechend geahndet worden. Damit blieb eine zweite Hälfte, in der das Spiel zwar offen war, aber aus Sicht der Gastgeber nie mehr richtig ins Rollen kam.

Schobersberger sieht auch eigene Gründe und schaut nach vorne

Bei aller Kritik an den Umständen und am Spielstil des Gegners suchte Schobersberger die Ursachen für das torlose Remis aber nicht nur außerhalb seiner Mannschaft. Vor allem mit dem eigenen Auftritt nach der Pause war er nicht zufrieden. „Gefehlt hat in der zweiten Halbzeit vor allem die Bewegung und das Spiel als Team. Wir waren viel zu viele Einzelspieler“, sagte er. In der ersten Hälfte habe seine Mannschaft noch versucht, trotz der schwierigen Bedingungen Fußball zu spielen und den Ball zu halten, „das war in Ordnung“. Danach fehlte ihm aber der gemeinsame Rhythmus. Er verwies zudem darauf, dass es vor dem Spiel kurzfristig noch zwei Absagen gegeben habe, was dem Kader wehgetan habe. Mit vier Punkten aus den ersten zwei Runden steht der USV Klein-Pöchlarn in der Tabelle dennoch weiterhin gut da. Der Blick des Trainers geht schon weiter: „Mit dem Kader müssen wir durchkommen und schauen, dass wir im nächsten Spiel offensiv wieder mehr zulegen können.“