Spielberichte

„Wir sind mit dem falschen Fuß aufgestanden“ – Weiten geht in Kirchschlag mit 0:7 unter

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Kirchschlag/Waldv.
USV Weiten

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat USV Kirchschlag/Waldv. am Sonntag USV Bleicher Weiten mit 7:0 abgefertigt. Für Thomas Loidhold, Obmann-Stellvertreter der Gäste, war das eine klare Angelegenheit, in der seine Mannschaft nie richtig Zugriff bekam. „Wir sind an diesem Tag mit dem falschen Fuß aufgestanden“, sagte er nach dem Spiel und brachte damit einen Nachmittag auf den Punkt, an dem Kirchschlag von Beginn an das aktivere und deutlich giftigere Team war.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, klare Verhältnisse schon vor der Pause

Der Spielverlauf war aus Sicht der Gäste früh unangenehm und wurde dann immer deutlicher. Schon nach sechs Minuten brachte Ondrej Hruska Kirchschlag mit 1:0 in Führung. Loidhold sprach von einem „richtig unangenehmen Weitschuss“, der Weiten sofort in Rückstand brachte. Danach blieb es nicht bei einem frühen Dämpfer. Mario Blabensteiner erhöhte in der 17. Minute auf 2:0 und legte in der 26. Minute auch das 3:0 nach. Genau in dieser Phase sah Loidhold noch einmal eine Tür offen. „Nach dem 3:0 hatten wir eine Riesenchance. Da müssen wir den Ball eigentlich reinbringen. Vielleicht wäre das Spiel dann noch etwas zu unseren Gunsten gekippt“, meinte er. Statt eines möglichen Anschlusstreffers folgte aber der nächste Nackenschlag. Simon Weinmann traf in der 34. Minute zum 4:0, ehe Hruska kurz vor der Pause in Minute 42 auch noch das 5:0 besorgte. Damit war die Partie schon zur Halbzeit praktisch entschieden.

„Kirchschlag war aggressiver“ – Loidhold findet klare Worte

Loidhold suchte nach dem Schlusspfiff gar nicht erst nach Ausreden, sondern ordnete die Niederlage sehr offen ein. „Kirchschlag war von Beginn an spritziger, aggressiver und alles in allem auch besser“, sagte er. Vor allem in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft fast immer das Nachsehen gehabt. „Sie haben die zweiten Bälle gewonnen, sind besser in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte der Weitener Funktionär. Dazu kam aus seiner Sicht, dass bei den Gastgebern an diesem Tag vieles zusammenlief. Loidhold sprach von „drei unglaublichen Weitschusstoren“ und einem „direkt verwandelten Freistoß“, also von Treffern, bei denen für Weiten kaum etwas zu halten war. Entsprechend deutlich fiel auch sein Gesamturteil aus: „Für uns war an diesem Tag einfach nichts zu holen gegen diesen Gegner.“ Trotz des klaren Resultats meinte er aber auch, dass das 0:7 „schon um drei Tore zu hoch“ ausgefallen sei. Am grundsätzlichen Kräfteverhältnis dieses Nachmittags änderte das in seiner Einschätzung aber nichts.

Auch nach dem 0:7 wurde weitergespielt, der Blick geht sofort nach vorne

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der schwierige Nachmittag für Weiten zunächst fort. Hruska traf in der 47. Minute zum 6:0 und schnürte damit seinen Dreierpack, ehe Bernhard Führer in der 61. Minute den Endstand von 7:0 herstellte. Dass die Gäste danach nicht völlig auseinanderfielen, war für Loidhold noch das Einzige, was er in Ansätzen positiv mitnehmen konnte. „Wir haben trotzdem versucht, vor allem in der zweiten Halbzeit, weiterzuspielen“, sagte er. Laut seiner Schilderung kam Weiten mit einigen Kombinationen noch vor das Tor und traf beim Stand von 0:7 auch einmal die Stange. Mehr als ein kleiner Lichtblick war das aber nicht mehr. Den Schiedsrichter nahm Loidhold ausdrücklich aus der Schusslinie. „Bei einem 7:0 braucht man sich nicht auf den Schiedsrichter ausreden“, sagte er. Viel wichtiger ist für ihn nun ohnehin die Reaktion auf diese Niederlage. „Wir müssen das unbedingt abhaken. Ich verliere lieber ein Spiel 7:0 als sieben Spiele 1:0“, sagte Loidhold. Der Fokus liege deshalb schon jetzt auf dem nächsten Wochenende und dem Spiel gegen Martinsberg.

2. Klasse Waldviertel Süd: Kirchschlag/Waldv. : USV Weiten - 7:0 (5:0)

  • 61
    Bernhard Führer 7:0
  • 47
    Ondrej Hruska 6:0
  • 42
    Ondrej Hruska 5:0
  • 34
    Simon Weinmann 4:0
  • 26
    Mario Blabensteiner 3:0
  • 17
    Mario Blabensteiner 2:0
  • 6
    Ondrej Hruska 1:0