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„Ein 3:1 auswärts aufzuholen, war eine gute Moral“ – Martinsberg holt in Weiten noch ein 3:3

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USV Weiten
TSU Martinsberg

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Bleicher Weiten von TSU Martinsberg mit 3:3 getrennt. Für Martinsberg war es ein Punkt, der nach dem Verlauf viel über die Moral sagte. Trainer Peter Pichler sah zunächst klare Vorteile bei den Gastgebern, nach der Pause aber seine Mannschaft am Drücker. Darum nannte er das Remis unter dem Strich auch ein gerechtes Ergebnis.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Frühe Führung, dann dreht Weiten die Partie noch vor der Pause

Martinsberg erwischte den besseren Start und ging schon in der 3. Minute durch Michal Rossmann mit 1:0 in Führung. Lange hielt der Vorsprung aber nicht. Peter Pichler sprach davon, dass seine Mannschaft „gleich darauf durch einen Fehler“ das 1:1 kassierte, und genau dieser Ausgleich gab der Partie aus seiner Sicht eine andere Richtung. Michael Fuchs traf in der 9. Minute zum Ausgleich, danach übernahm Weiten laut Pichler immer mehr das Kommando. Noch vor der Pause legten die Gastgeber entscheidend nach: Fuchs machte in der 32. Minute seinen zweiten Treffer zum 2:1, wenig später stellte Samuel Sartori auf 3:1. Damit war Martinsberg zur Halbzeit deutlich unter Druck, während Weiten das Spiel in dieser Phase klar auf seiner Seite hatte.

Engelhart als Joker bringt Martinsberg zurück

Nach dem Seitenwechsel blieb den Gästen nicht viel anderes übrig, als Risiko zu nehmen. „Nach der Pause haben wir alles auf eine Karte gesetzt“, sagte Pichler, und seine Mannschaft bekam dafür noch die passende Antwort auf dem Platz. Andreas Engelhart, vom Martinsberger Trainer ausdrücklich als Joker hervorgehoben, verkürzte in der 63. Minute zunächst auf 2:3 und brachte seine Mannschaft damit wieder zurück ins Spiel. Weiten hatte die Partie nun nicht mehr so fest im Griff wie vor der Pause. Als Engelhart in der 83. Minute ein zweites Mal traf, war das 3:3 geschafft. „Mit Glück ist es für uns noch 3:3 ausgegangen“, sagte Pichler, der den späten Ausgleich vor allem als Lohn für die deutlich bessere zweite Hälfte seiner Mannschaft wertete.

Zwei vergebene Elfmeter und viel Moral als prägende Themen

Spannend war für den Martinsberger Trainer vor allem die Frage, wer diesem Spiel näher am Sieg war. Pichler trennte das sehr klar nach Halbzeiten: „In der ersten Halbzeit war Weiten näher am Sieg und hat dann auch einen Elfer verschossen. In der zweiten Halbzeit waren wir näher am Sieg, und dann haben wir einen Elfer verschossen. Also ist es ein gerechtes Unentschieden.“ Viel deutlicher ließ sich der Verlauf kaum zusammenfassen. Denn genau diese beiden vergebenen Strafstöße standen für ihn über allen anderen möglichen Schlüsselszenen. „Wenn sie einen getroffen hätten, wären wir 4:1 hinten gewesen. Wenn wir einen getroffen hätten, hätten wir 4:3 gewonnen“, erklärte er. Dazu lobte Pichler den „Kampfgeist“ seiner Mannschaft und nannte das 3:1-Aufholen auswärts „eine gute Moral“.

Was Martinsberg aus dem Nachmittag mitnehmen kann

Viel mehr wollte Pichler nach dem Schlusspfiff gar nicht hinzufügen. Gerade das passt zu einem Spiel, das sich aus Martinsberger Sicht eigentlich selbst erklärte: frühe Führung, klarer Rückstand, mutige zweite Halbzeit und am Ende doch noch ein Punkt. Den Gegner erlebte der Trainer als „kampfstark“, mit der Leistung des Schiedsrichters war er grundsätzlich einverstanden, auch wenn ihm die Gelb-Rote Karte „ein bissl zu hart“ erschien. Im Mittelpunkt blieb für ihn aber nicht diese Entscheidung, sondern die Reaktion seiner Mannschaft nach einer schwierigen ersten Hälfte. Wenn Pichler von einer „super“ zweiten Halbzeit und von „guter Moral“ spricht, dann ist genau das die wichtigste Botschaft dieses Nachmittags. Auf dieser Reaktion lässt sich für die nächsten Aufgaben jedenfalls aufbauen, auch wenn das Spiel zugleich gezeigt hat, wie teuer einfache Fehler und vergebene Elfmeter in dieser Liga werden können.

2. Klasse Waldviertel Süd: USV Weiten : Martinsberg - 3:3 (3:1)

  • 83
    Andreas Engelhart 3:3
  • 63
    Andreas Engelhart 3:2
  • 36
    Samuel Sartori 3:1
  • 32
    Michael Fuchs 2:1
  • 9
    Michael Fuchs 1:1
  • 3
    Michal Rossmann 0:1