Spielberichte

„Diese drei Minuten nach der Pause haben wir verschlafen“ – Kirchschlag kommt nach 1:3 noch zu einem 3:3

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Kirchschlag/Waldv.
USC Maria Taferl

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat USV Kirchschlag/Waldv. im Heimspiel gegen USC Maria Taferl nach einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3 geholt. Pressesprecher Manuel Müller machte nach dem Abpfiff vor allem die verschlafenen Minuten direkt nach Wiederbeginn der zweiten Halbzeit als Knackpunkt aus. Gleichzeitig betonte er, dass die Mannschaft danach Moral zeigte, mehr vom Spiel hatte und sich den späten Ausgleich mit viel Einsatz noch verdiente.

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Führung weg, Fehlstart nach der Pause

Für Kirchschlag begann die Partie zunächst nach Wunsch. In der 34. Minute ging die Heimelf durch ein Eigentor von Alexander Hofbauer mit 1:0 in Führung und hatte dieses Ergebnis lange gut in der Hand. Umso ärgerlicher war aus Sicht von Manuel Müller der späte Ausgleich kurz vor der Pause. „Wir hatten eigentlich die 1:0-Führung und haben uns durch einen zu kurzen Rückpass an unseren Tormann zwanzig Sekunden vor der Halbzeit noch das 1:1 schießen lassen“, sagte der Trainer mit Blick auf das 1:1 von Mate Szalka in der 44. Minute. Damit kippte die Stimmung unmittelbar vor dem Seitenwechsel, und noch schwerer wog dann der Beginn der zweiten Hälfte. Patrick Luegbauer traf in der 46. Minute zum 1:2, nur zwei Minuten später legte Mate Szalka das 1:3 nach. Müller brachte diese Phase klar auf den Punkt: „Den Beginn der zweiten Halbzeit haben wir etwas verschlafen.“ Genau diese wenigen Minuten seien am Ende ausschlaggebend gewesen, weil Kirchschlag in dieser kurzen Zeit unachtsam war und Maria Taferl das konsequent ausnutzte.

Kirchschlag blieb dran und drückte auf mehr

Dass die Gastgeber am Ende dennoch einen Punkt mitnahmen, lag für Müller vor allem an der Reaktion der Mannschaft. „Dann hat die Mannschaft das wahre Gesicht gezeigt, die Rückschläge weggesteckt und die zweite Halbzeit eigentlich spielbestimmend zu Ende gespielt“, meinte er. Der schnelle Anschlusstreffer von Philipp Hackl in der 58. Minute gab Kirchschlag genau den Impuls, den es in dieser Phase brauchte. „Für uns war wichtig, dass wir zeitnah den Anschlusstreffer zum 2:3 machen. Das hat unserer Mannschaft noch einmal einen Ruck gegeben“, erklärte Müller. Danach blieb Kirchschlag am Drücker, suchte weiter den Weg nach vorne und wurde in der 84. Minute durch Simon Weinmann mit dem 3:3 belohnt. Damit war aber noch nicht alles gesagt. „In der zweiten Halbzeit waren sicher wir näher am Sieg“, betonte er und verwies auf die Zahl der Möglichkeiten. Aus seiner Sicht hätte die Partie bei besserer Chancenverwertung sogar noch ganz kippen können, weil Kirchschlag nach dem 2:3 deutlich aktiver war und offensiv weiter nachlegte.

Viel Einsatz, klare Kritik und ein Punkt, der Kirchschlag dranbleiben lässt

Neben dem Spielverlauf hob Müller vor allem die Haltung unserer Mannschaft hervor. „Die Einstellung war top. Wir sind mannschaftlich mit einer geschlossenen Vorstellung aufgetreten, und das Gute ist, dass wir bis zum Schlusspfiff alles geben und nie ein Spiel aufgeben“, sagte er. Dazu passte auch seine Einschätzung des Gegners. Maria Taferl stehe „sehr tief“, verteidige kompakt und versuche dann mit Konteraktionen und schnellen Offensivspielern Nadelstiche zu setzen. Den Schiedsrichter nahm Müller ausdrücklich aus der Diskussion heraus: „Der Schiedsrichter hat keinen Einfluss auf das Ergebnis gehabt. Es war grundsätzlich eine sehr faire Partie.“ Einen Punkt sprach der Kirchschlag-Coach dennoch an. Der Trainer von Maria Taferl erhielt in der Vorwoche rot. Nach seiner Darstellung seien nicht alle Vorgaben eingehalten worden. „Wenn es ein Regulativ gibt und Regeln festgelegt werden, dann sollten auch ein Trainer diese Strafen absetzen und diese auch von Schiedsrichtern geprüft und eingehalten werden“, sagte Müller. Sportlich bleibt für Kirchschlag jedenfalls ein Remis, das nach dem 1:3-Rückstand noch hart erarbeitet war. In der Tabelle bleibt die Mannschaft mit elf Punkten und einem Spiel weniger dicht hinter den Gästen aus Maria Taferl, die zwölf Zähler auf dem Konto haben.

2. Klasse Waldviertel Süd: Kirchschlag/Waldv. : USC Maria Taferl - 3:3 (1:1)

  • 84
    Simon Weinmann 3:3
  • 58
    Philipp Hackl 2:3
  • 48
    Mate Szalka 1:3
  • 46
    Patrick Luegbauer 1:2
  • 44
    Mate Szalka 1:1
  • 34
    Eigentor durch Alexander Hofbauer 1:0