Spielberichte

Mit dem 3:0 war es entschieden: Gutenbrunn lässt Lichtenau keine klare Chance

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Lichtenau
ASV Gutenbrunn

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat ASV Gutenbrunn am Freitagabend bei SV Lichtenau mit 5:0 gewonnen und laut Trainer Ronald Angerer genau das auf den Platz gebracht, was den Auftritt so klar machte: Geduld, Kompaktheit und eine frühe Entscheidung nach der Pause. Spätestens mit dem 3:0 sei die Partie entschieden gewesen, davor musste sein Team in einem lange zähen Spiel aber erst Geduld beweisen.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay

Lange Geduld, dann zwei Treffer vor der Pause

Angerer sah seine Mannschaft vom Anpfiff weg im Vorteil. „Wir waren von Beginn an eigentlich klar feldüberlegen“, sagte der Gutenbrunn-Trainer, der allerdings schon früh umstellen musste. Nach 19 Minuten musste Raphael Hofbauer verletzt vom Feld, Dominik Gatterer kam in die Partie. Am grundsätzlichen Spielbild änderte das laut Angerer nichts. Gutenbrunn blieb das aktivere Team und kam auch zu einer ersten richtig guten Möglichkeit, als Gatterer Aluminium traf. Der Trainer sprach von einem Geduldsspiel, weil Lichtenau bis dahin immer wieder auf Konter lauerte. Umso wichtiger war für ihn der Führungstreffer in der 34. Minute: Nach einem Abschlag der Gastgeber fing Tomas Hrusak den Ball im Mittelfeld ab und überhob den Tormann mit einem Weitschuss zum 0:1. Kurz vor der Pause legten die Gäste noch einmal nach, als Vaclav Latal einen Corner von Jakub Mucka zum 0:2 über die Linie drückte.

Das 3:0 nach Wiederbeginn nimmt der Partie den Rest

Dass Lichtenau nach dem Seitenwechsel noch einmal alles versuchen würde, hatte Angerer erwartet. Genau deshalb maß er der Phase unmittelbar nach Wiederbeginn große Bedeutung bei. „Mit dem 3:0 gleich nach der Halbzeit war es eigentlich entschieden“, sagte er sehr klar. Dieses 0:3 fiel in der 47. Minute, als Jakob Ehn nach der Vorarbeit von Gregor Zeinzinger traf. Für den Trainer war das der eigentliche Knackpunkt. „Das 1:0 war vor allem wichtig, weil es bis dorthin ein Geduldsspiel war. Und natürlich dann das 3:0 sofort nach der Halbzeit. Da war dann eigentlich keine Gegenwehr von Lichtenau mehr.“ Gutenbrunn blieb auch danach sauber in der Spur, ohne die Kontrolle zu verlieren. Ehn erhöhte in der 68. Minute auf 0:4 und schnürte damit seinen Doppelpack. Den Schlusspunkt setzte in der 89. Minute Jakub Mucka mit dem 0:5. Damit war ein Spiel zu Ende erzählt, das aus Sicht der Gäste schon früh eine klare Richtung hatte.

Kompakt, geduldig und vorne effizient

Der deutliche Sieg hatte für Angerer vor allem mit der Arbeit gegen den Ball zu tun. „Die größte Stärke war die Kompaktheit“, sagte der Trainer und legte damit den Kern seiner Analyse offen. Gutenbrunn ließ nach seiner Einschätzung kaum etwas zu und blieb auch dann ruhig, wenn nicht jede Aktion sofort zum Ertrag führte. „Wir haben über 90 Minuten keine klare Torchance für Lichtenau zugelassen“, erklärte Angerer. Dazu kam, dass seine Mannschaft mit ihren Möglichkeiten sehr ordentlich umging. Neben dem Aluminiumtreffer sprach der Coach zwar noch von einer weiteren Aktion ans Gestänge, insgesamt aber gefiel ihm vor allem die Konsequenz vor dem Tor: „Wir sind sehr geduldig geblieben und haben unsere Chancen ziemlich gut ausgenutzt.“ Auch den Gegner ordnete er fair ein. Lichtenau habe mit vier schweren Ausfällen leben müssen, „Sie haben gefightet und gekämpft, aber sie haben nach vorne keinen Druck gebracht“. Passend dazu sprach Angerer von einem „sehr fairen Spiel“. Der Schiedsrichter habe „überhaupt keine Probleme mit der Spielleitung gehabt“.

Trotz 5:0 bleibt für den Tabellenführer noch Arbeit mit dem Ball

Viel mehr wollte Angerer nach dem klaren Auswärtssieg gar nicht ergänzen, weil die Leistung seiner Mannschaft für sich sprach. Ganz ohne Hinweis auf die nächsten Aufgaben ging es dann aber doch nicht. Trotz fünf Toren und einem rundum gelungenen Abend sieht der Trainer noch Luft nach oben. „Verbesserungspotenzial besteht natürlich immer im spielerischen Bereich, im Spiel mit dem Ball. Da müssen wir noch mehr Ruhe hineinbringen“, sagte er. An der Zufriedenheit mit diesem Auftritt änderte das allerdings nichts: „Ansonsten war ich sehr zufrieden.“ Für Gutenbrunn ist das nach einem 5:0 in Lichtenau eine passende Zusammenfassung. Der Tabellenführer hat seine Rolle an diesem Abend bestätigt, weil er das Spiel kontrolliert, hinten praktisch nichts zugelassen und seine Überlegenheit Schritt für Schritt auch im Ergebnis deutlich gemacht hat.

2. Klasse Waldviertel Süd: Lichtenau : Gutenbrunn - 0:5 (0:2)

  • 89
    Jakub Mucka 0:5
  • 68
    Jakob Ehn 0:4
  • 47
    Jakob Ehn 0:3
  • 45
    Vaclav Latal 0:2
  • 34
    Tomas Hrusak 0:1