In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat SV Jauerling gegen SG Sallingberg/Ottenschlag mit 6:2 gewonnen und die Partie schon früh auf seine Seite gezogen. Trainer Heinz Jilch sah vor allem die starke Anfangsphase als Schlüssel, sprach aber trotz des klaren Erfolgs auch eine Warnung aus. Nach 36 Minuten stand es bereits 5:0, ehe die Gastgeber den Zugriff etwas verloren und den Gästen wieder Räume gaben.

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Jauerling legte los, wie es sich ein Trainer wünscht. „Wir haben von Anfang an das Kommando übernommen“, sagte Jilch und bekam dafür schon nach zwei Minuten die erste Bestätigung. Arlind Brao traf zum 1:0, laut dem Coach gleich mit dem ersten Torschuss, was den Gastgebern sofort in die Karten spielte. Danach blieb Jauerling am Drücker und zog die Partie mit dem Doppelschlag durch Mugove Leroy Munyorove in der 16. und 18. Minute früh auf seine Seite. Spätestens da, so ordnete es Jilch ein, sei die Richtung klar gewesen: „Nach dem 3:0 war eigentlich klar, dass wir dieses Spiel gewinnen werden.“ Noch vor der Pause legten Arlind Brao in der 30. Minute und erneut Mugove Leroy Munyorove in der 36. Minute nach, womit aus Überlegenheit auch ein deutliches Ergebnis wurde.
Ganz ohne Brüche verlief der Nachmittag für Jauerling trotzdem nicht. Jilch sprach offen an, dass seine Mannschaft nach der starken ersten halben Stunde etwas nachließ. „Danach haben wir leider die Körperspannung verloren und einige Fehler gemacht“, sagte er. Die Folge war noch vor der Pause das 5:1 durch Manuel Piringer in der 39. Minute. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Thema präsent. Zwar habe Jauerling wieder das Kommando übernommen und sich Chancen erarbeitet, doch nach einem Konter verkürzte Piringer in der 55. Minute auf 5:2. „Danach waren wir etwas verunsichert“, meinte der Trainer. Die Gäste lauerten weiter auf Gegenstöße, dazu kam laut Jilch noch ein „sehr fragwürdiger Elfmeter“, den Jauerlings Torhüter stark hielt. Ganz zugedeckt wurde die Partie aber nicht mehr: In der 69. Minute stellte Mugove Leroy Munyorove mit seinem vierten Treffer den 6:2-Endstand her.
Gerade weil der Sieg so deutlich ausfiel, wollte Jilch nach dem Schlusspfiff nicht nur die Tore sehen. Seine größte Stärke verortete er klar vorne: „Ganz sicher in den Offensivreihen. Da haben wir ihnen immer viele Probleme bereitet.“ Gleichzeitig fand der Trainer genug Punkte, an denen seine Mannschaft weiter arbeiten muss. Im Mittelfeld, sagte er, hätte Jauerling die Schnittbälle noch energischer gewinnen und manche Situation sauberer ausspielen müssen. Vor allem aber blieb seine Warnung hängen: „Auch wenn man einen Gegner dominiert und nach 35 Minuten 5:0 führt, kann sich in dieser Liga keine Mannschaft leisten, einen Gang zurückzuschalten.“ Für die nächsten Wochen richtet sich der Blick deshalb auf das Umschalten nach hinten. „Da müssen wir besser zurückarbeiten, aber das wissen die Jungs“, so Jilch.