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„Unser zweites Tor hat gefehlt“ – Emmersdorf bringt den Heimsieg gegen Lichtenau über die Zeit

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SCU Emmersdorf
SV Lichtenau

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich SCU Emmersdorf am Samstag mit 1:0 gegen den SV Lichtenau den ersten Heimsieg der Saison geholt. Trainer Roland Zimmerl sprach von einem verdienten Erfolg, machte nach dem Schlusspfiff aber auch klar, warum es bis zuletzt eng blieb: „Unser zweites Tor hat gefehlt.“ Genau dieser Punkt zog sich durch die ganze Partie.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung bringt Sicherheit

Emmersdorf fand von Beginn an gut in die Partie und setzte gleich das um, was sich Zimmerl von seiner Mannschaft erhofft hatte. „Wir haben sehr gut begonnen“, sagte der Trainer, und das war auch am Spielstand früh zu erkennen. Schon in der Anfangsphase brachte Milan Urban die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Zimmerl schilderte den Treffer als Folge eines schönen hohen Passes in die Tiefe und sah darin gleich einen wichtigen Faktor für den weiteren Verlauf. „Das frühe Tor hat uns sicher in die Karten gespielt, weil wir dadurch Sicherheit gewonnen haben“, meinte er. In dieser ersten halben Stunde hatte Emmersdorf mehr vom Spiel und laut seinem Trainer auch noch Möglichkeiten, um auf 2:0 zu stellen. Gerade deshalb war Zimmerl mit der Entwicklung danach nicht ganz zufrieden, denn ab etwa der 30. Minute kam Lichtenau besser hinein. Trotzdem blieb die Lage bis zur Pause aus Sicht der Heimischen stabil. „Bis zur Pause hatten sie keine einzige ganz große Möglichkeit“, hielt Zimmerl fest.

Nach der Pause blieb die Entscheidung aus

Auch nach dem Seitenwechsel wollte Emmersdorf wieder aktiv aus der Kabine kommen, und genau das gelang zunächst. Zimmerl berichtete, dass seine Mannschaft gleich nach Wiederbeginn wieder eine Gelegenheit hatte, den zweiten Treffer nachzulegen. Doch genau dieser zweite Treffer fiel nicht, und damit blieb das Spiel offen. Der Emmersdorf-Coach brachte es später sehr nüchtern auf den Punkt: „Wir müssen mehr Konsequenz reinbringen und auch das zweite Tor machen.“ Dazu kam, dass die letzten Niederlagen in den Köpfen offenbar nicht ganz verschwunden waren. „Wir wurden dann aufgrund der letzten Niederlagen etwas nervös“, sagte Zimmerl. In dieser Phase musste seine Mannschaft nicht nur das knappe Ergebnis verwalten, sondern laut ihrem Trainer auch auf eine Verletzung rund um die Pause reagieren. Die notwendige Umstellung habe nicht gerade geholfen, dazu habe man kräftemäßig abgebaut. So blieb es bis in die Schlussphase hinein ein Spiel, das jederzeit kippen konnte. Dass der Sieg am Ende trotzdem in Emmersdorf blieb, hatte laut Zimmerl vor allem mit einer ganz späten Szene zu tun: „Unser Tormann hat in einer Eins-gegen-eins-Situation kurz vor Schluss den Sieg festgehalten.“

Erster Heimsieg als Anschub für die nächsten Wochen

Zimmerl bewertete den Auftritt seiner Mannschaft unterm Strich positiv, ohne die offenen Baustellen zu überdecken. „Der Gesamtauftritt war sehr couragiert“, sagte er, und damit meinte er vor allem die Art, wie Emmersdorf von Anfang an aggressiv dagegenhielt und selbst das Spiel gestalten wollte. Gleichzeitig ließ der Trainer keinen Zweifel daran, wo er noch Entwicklungspotenzial sieht. „In der Kompaktheit und im absoluten Willen, einen Sieg zu erzwingen“, verortete er die größten Aufgaben. Was heute phasenweise gut gelungen sei, müsse Woche für Woche kommen. „Wir müssen gierig sein, Tore zu erzielen“, forderte Zimmerl. Auch für den Gegner fand er klare Worte. Lichtenau habe defensiv sehr gut gestanden, sei couragiert aufgetreten und habe bis zum Schluss alles versucht, um noch zum Ausgleich zu kommen. Gerade deshalb ordnete er das 1:0 als engen, aber verdienten Erfolg ein. Besonders wichtig war dieser Sieg auch aus einem anderen Grund: „Im Gegensatz zur Vorsaison haben wir jetzt unseren ersten Heimsieg geschafft.“ Genau diesen Erfolg will Emmersdorf nun mitnehmen. „Wir wollen diesen Heimsieg mit Schwung in die nächsten Partien mitnehmen“, sagte Zimmerl.

2. Klasse Waldviertel Süd: Emmersdorf : Lichtenau - 1:0 (1:0)

  • 4
    Milan Urban 1:0