In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich der Union Sportclub Pöggstall Jägerbau am Freitagabend gegen die TSU Martinsberg mit 2:1 durchgesetzt. Lange war es eine zähe Angelegenheit, ehe Markus Sandler in der Schlussphase doppelt traf. Trainer Stefan Fuchs ordnete den Heimsieg als alles andere als glanzvoll ein, hob aber vor allem eines hervor: den Glauben seiner Mannschaft bis zum Ende.

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Vom Anpfiff weg entwickelte sich keine Partie, die sofort Fahrt aufnahm. Fuchs sprach von einem „sehr zerfahrenen Spiel zu Beginn“ und traf damit den Charakter der ersten Hälfte ziemlich genau. Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, klare Möglichkeiten waren rar. „Chancen auf beiden Seiten waren Mangelware“, sagte der Trainer, der auch den Gegner sehr kompakt erlebte. Martinsberg stand laut Fuchs tief, lauerte auf Konter und war in den Zweikämpfen präsent. Damit machten es die Gäste den Pöggstallern schwer, in einen Rhythmus zu kommen. Die Szene, die das Spiel aus Sicht des Heimtrainers veränderte, folgte in der 39. Minute: Manuel Pritz sah Rot. Fuchs nannte das eine „gerechte Rote Karte wegen Torraub“. Trotzdem ging es mit einem 0:0 in die Pause, weil Pöggstall aus der neuen Situation zunächst noch zu wenig machte.
Auch nach dem Seitenwechsel wurde aus der Überzahl nicht sofort ein klarer Vorteil auf der Anzeigetafel. Pöggstall musste Geduld aufbringen, fand aber lange nicht die letzte Konsequenz. Fuchs formulierte es offen: „Wir waren trotzdem nicht zwingend.“ Genau das war über weite Strecken zu sehen. Die Gastgeber hatten zwar nun die Aufgabe, gegen einen tief stehenden Gegner Lösungen zu finden, doch der entscheidende Durchbruch ließ lange auf sich warten. Erst in der 83. Minute brach Markus Sandler den Bann und brachte Pöggstall mit 1:0 in Führung. Nur vier Minuten später legte Sandler nach und stellte auf 2:0. Damit schien die Partie entschieden, auch wenn Jan Novak in der 90. Minute noch auf 2:1 verkürzte. Am Heimsieg änderte das nichts mehr. Für Fuchs war klar, dass seine Mannschaft am Ende „das Glück auf unserer Seite“ gehabt habe und sich mit dem späten Doppelschlag auch für das Dranbleiben belohnte.
Gerade weil es spielerisch kein Selbstläufer war, legte Fuchs in seiner Einschätzung den Schwerpunkt nicht auf schöne Kombinationen oder eine dominante Vorstellung, sondern auf die Haltung seiner Mannschaft. „Besonders gut war der Glaube bis zum Schluss“, sagte der Trainer, und genau darin lag für ihn der wichtigste Punkt dieses Abends. Pöggstall ließ sich von der langen zähen Phase nicht aus der Ruhe bringen und blieb trotz wenig Spielfluss in der Partie. Dass Martinsberg tief stand, auf Umschaltmomente setzte und in den Duellen dagegenhielt, passte für Fuchs ebenfalls ins Bild eines unangenehmen Gegners. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft bis in die Schlussphase hinein an die eigene Chance glaubte. Auch mit der Leitung des Spiels war der Trainer zufrieden: „Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen.“ Unter dem Strich blieb damit ein Heimsieg, der nicht von Glanz lebte, sondern von Geduld, Beharrlichkeit und einem späten Markus-Sandler-Doppelpack.