In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat USV Kirchschlag/Waldv. den Union Sportclub Pöggstall Jägerbau am 7. Spieltag mit 6:0 eindrucksvoll abgefertigt und laut Pressesprecher Manuel Müller "über die 90 Minuten klar überlegen" agiert. Nach dem frühen 2:0 zur Pause legten die Gastgeber in der zweiten Hälfte noch vier Treffer nach und untermauerten mit einem sehr kontrollierten Auftritt ihre starke Form.

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Kirchschlag war von Beginn an in der Partie und setzte gleich früh die Richtung. Schon in der 8. Minute brachte Ondrej Hruska die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nur sieben Minuten später legte Christopher Hick das 2:0 nach. Für Manuel Müller passte diese Phase genau zum Gesamtbild der 90 Minuten. "Vom Anfang an haben wir gut ins Spiel gefunden. Wir waren über die 90 Minuten klar überlegen. Mit dem Ball und auch gegen den Ball waren wir stärker als der Gegner". Zwar bescheinigte er Pöggstall einen ordentlichen Start, doch wirklich gefährlich wurde Pöggstall in dieser Phase nicht. Zur Pause stand es 2:0, und schon da hatte die Heimelf das Spiel fest im Griff.
Nach dem Seitenwechsel zog Kirchschlag das Tempo noch einmal an und machte aus einer bereits klaren Führung sehr rasch ein deutliches Ergebnis. Simon Weinmann erhöhte in der 57. Minute auf 3:0, und für Müller war damit auch der letzte Zweifel beseitigt. "Beim 3:0 war das Spiel entschieden", sagte er. Danach blieb die Mannschaft am Drücker. Ondrej Hruska traf in der 64. und in der 71. Minute noch zweimal und schnürte damit seinen Dreierpack, ehe Bernhard Führer in der 83. Minute den Schlusspunkt zum 6:0 setzte. Der Kirchschlager Trainer Martin Kreipl meinte sogar, dass der Sieg noch höher hätte ausfallen können, weil der Gästetormann "einige sehr starke Paraden" gezeigt habe.
Besonders zufrieden sind die Vereinsverantwortlichen damit, wie geschlossen die Mannschaft aufgetreten ist. Es werden nicht einzelne Aktionen oder ein einzelnes Tor hervor gehoben, sondern bewusst das Ganze. "Es müssen alle sechs Tore hervorgehoben werden", sagte er und schob gleich die Erklärung nach: "Unser größter Trumpf ist derzeit unser Kollektiv, unsere Stärke im Kader und die Breite, die wir zur Verfügung haben." Dazu komme, dass sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen gefunden habe und nun sehr diszipliniert auftrete. Auch inhaltlich sah er vieles, was derzeit gut funktioniert. Kirchschlag habe das Spiel mit Ball sauber aufgezogen, gegen den Ball ebenso konzentriert gearbeitet und die Umschaltmomente genutzt. Dass Pöggstall in der zweiten Halbzeit laut Müller keine Torchance und keinen direkten Torschuss hatte, unterstrich für ihn die Qualität des Auftritts.
Auch den Gegner ordnete Müller sachlich ein. Pöggstall habe "einen guten Start ins Spiel gehabt", dann aber in den entscheidenden Situationen die Durchschlagskraft vermissen lassen. Vor allem die vielen freien Räume und die Probleme bei den zweiten Bällen sah er als wesentliche Unterschiede. Diskussionen um den Schiedsrichter gab es aus seiner Sicht keine, Müller sprach von einer "sehr fairen Partie". Ganz ohne Beigeschmack blieb der klare Heimsieg trotzdem nicht, denn zum Schluss richtete er den Blick noch auf Silvester Zottl. "Die Verletzung von Silvester Zottl schmerzt uns schon sehr. Wir hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert ist und dass er bald wieder fit sein wird", sagte Müller.