Spielberichte

„Sonst hätten wir, glaube ich, kein Tor geschossen“ – Klein-Pöchlarn müht sich zum 1:0

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USV Klein-Pöchlarn
SV Jauerling

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat USV Klein-Pöchlarn am Samstag gegen SV Jauerling mit 1:0 gewonnen. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe Krisztian Fülöp in der 81. Minute den einzigen Treffer erzielte. Für Sektionsleiter Gerald Kollmann war es ein Sieg, der trotz klarer Überlegenheit lange offen blieb, weil seine Mannschaft zu viele Chancen ungenutzt ließ und sich vor dem Tor schwer tat.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Klein-Pöchlarn hatte das Spiel im Griff, aber kein Tor zur Halbzeit

Aus Sicht der Gastgeber war die Richtung der Partie von Beginn an klar. Kollmann sprach nach dem Spiel von einer klar dominierten Begegnung und hatte dabei vor allem den spielerischen Vorteil seiner Mannschaft im Blick. „Wir haben das Spiel eigentlich klar dominiert. Wir waren die bessere Mannschaft“, sagte der Sektionsleiter. Was fehlte, war allerdings die Belohnung für diesen Aufwand. Klein-Pöchlarn kam zwar immer wieder zu Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Genau das war der Grund, warum die Partie auch zur Pause noch bei 0:0 stand. Kollmann formulierte es deutlich: „Wir haben uns schwergetan, ein Tor zu schießen. Wir haben viele Chancen vergeben.“ Dazu passte auch sein Blick auf den Gegner, der für ihn sehr tief stand, kaum Risiko nahm und vor allem auf Konter setzte. „Der Gegner ist sehr tief gestanden, hat nur auf Konter gespielt, die Bälle weit nach vorne geschlagen und war sehr defensiv“, so Kollmann.

Der Elfmeter war für Kollmann der entscheidende Moment

Je länger die Partie torlos blieb, desto mehr schien sich alles auf einen einzelnen Moment zuzuspitzen. Genau so sah es auch Kollmann, der die Schlüsselszene des Spiels ohne Umwege benannte. „Der wichtigste Moment war, dass wir einen Elfmeter bekommen haben. Sonst hätten wir, glaube ich, kein Tor geschossen“, sagte er. Viel mehr wollte er aus der Situation nicht machen, aber seine Schilderung war eindeutig. In seinen Augen war es ein klares Foul am eigenen Stürmer, das zum Strafstoß führte. „Der gegnerische Spieler hat an unserem Stürmer ein Foul gemacht und in meinen Augen war es ein klarer Elfmeter“, erklärte Kollmann. Fest steht, dass in der 81. Minute schließlich Krisztian Fülöp das 1:0 für Klein-Pöchlarn erzielte und damit den entscheidenden Treffer dieser zähen Begegnung markierte. Dass es am Ende genau ein Tor brauchte, passte zu einem Spiel, in dem die Gastgeber lange anliefen, sich aber nicht früh genug absetzen konnten.

Hinten stabil, vorne bleibt Arbeit

So blieb nach dem Schlusspfiff ein Heimsieg, mit dem Klein-Pöchlarn zufrieden sein kann, auch wenn Kollmann in seiner Analyse klar zwischen den Mannschaftsteilen unterschied. Die Defensive bekam von ihm ein gutes Zeugnis, ebenso das Mittelfeld. „Die Verteidigung hat sehr gut gespielt, Mittelfeld auch“, sagte er. Nur im Angriff sah er großen Nachholbedarf. „Aber der Sturm hat total ausgelassen. Wir haben viele Chancen verhaut und spielerisch waren wir gut, kämpferisch auch gut, aber die Chancenauswertung war sehr, sehr schlecht.“ Gerade diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch seine Einschätzung dieses 1:0. Klein-Pöchlarn hatte mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und brachte die drei Punkte über die Zeit, musste dafür aber bis in die Schlussphase arbeiten. Positiv fiel für Kollmann auch die Spielleitung aus. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. „Der Schiedsrichter war in meinen Augen sehr gut. Er hat bei uns gelbe Karten gegeben und auch bei Jauerling, und er hat das Spiel gut geleitet.“ Unterm Strich bleibt damit ein verdienter Heimsieg, der zeigt, dass die Basis stimmt, der aber ebenso klar macht, woran Klein-Pöchlarn in den nächsten Spielen arbeiten muss: Aus Überlegenheit muss früher und öfter Zählbares werden.

2. Klasse Waldviertel Süd: USV Klein-Pöchlarn : Jauerling - 1:0 (0:0)

  • 81
    Krisztian Fülöp 1:0