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„Wir haben 20 Minuten verschlafen“ – Sallingberg/Ottenschlag holt gegen 1:3-Rückstand noch ein 3:3

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Sallingberg/Ottenschlag
SV Lichtenau

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat SG Sallingberg/Ottenschlag am Sonntag gegen SV Lichtenau nach spätem Finish noch ein 3:3 geholt. Die Gastgeber lagen nach gutem Beginn und der Führung durch Marek Sedlacek später schon 1:3 zurück, kamen durch Jakub Sedivy und Jan Husek aber noch einmal zurück. Trainer Patrick Öhlzelt erklärte den Punkt mit Einsatz und Glauben an die eigene Chance, sprach aber auch von einer klaren Schwächephase nach der Pause.

Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Guter Beginn, aber vor der Pause wieder alles offen

Öhlzelt sah einen ordentlichen Start seiner Mannschaft. „Wir sind gut reingestartet, waren in den Zweikämpfen da und haben in der ersten Halbzeit auf 1:0 gestellt. Damit war ich sehr zufrieden“, sagte der Trainer. Dieses frühe Bild passte auch zum Führungstreffer in der 14. Minute, als Marek Sedlacek Sallingberg/Ottenschlag in Front brachte. Lichtenau blieb aber dran und kam noch vor der Pause durch Alexander Schnait zum 1:1. Dass es mit diesem Stand in die Kabinen ging, ärgerte Öhlzelt auch wegen einer Szene kurz vor dem Seitenwechsel. In Minute 44 hätte es aus seiner Sicht „vielleicht einen Elfmeter für uns geben können“, auch wenn er zugleich einräumte, dass die Situation „für den Schiedsrichter schwierig zu erkennen“ gewesen sei.

Die schwache Phase nach der Pause kostete die Führung

Der Knackpunkt lag für den Sallingberger Coach danach klar in der Phase nach dem Wiederanpfiff. „Wir haben dann zwanzig Minuten in der zweiten Halbzeit verschlafen, waren nicht mehr so zweikampfstark und nicht mehr so energisch gegen den Ball“, sagte Öhlzelt. Genau in dieser Zeit drehte Lichtenau das Spiel zunächst auf seine Seite. Florian Trapel traf in der 55. Minute zum 1:2, Manuel Rauscher legte in der 67. Minute das 1:3 nach. Öhlzelt hatte den Gegner im Vorfeld aggressiver und ballsicherer erwartet, sprach nach dem Spiel aber auch von einer gewissen Verunsicherung auf beiden Seiten. Für ihn war zu sehen, dass beide Mannschaften in einer Situation stecken, in der nicht alles selbstverständlich läuft.

Klamerts Rettungstat hält die Hoffnung am Leben

Trotzdem war die Partie für die Gastgeber noch nicht verloren. Öhlzelt verwies auf eine Szene, die ihm in Erinnerung blieb: „Gerald Klamert hat uns mit einer Grätsche vor dem Sechzehner ein bisschen im Spiel gehalten.“ Für den Trainer war das ein wichtiger Moment, weil damit womöglich ein noch höherer Rückstand verhindert wurde. Danach blieb seine Mannschaft dran, obwohl spielerisch nach seiner Einschätzung noch Luft nach oben war. In der Schlussphase zahlte sich dieses Beharren aus. Jakub Sedivy verkürzte in der 87. Minute auf 2:3, und als schon vieles nach einer Niederlage aussah, stellte Jan Husek in der fünften Minute der Nachspielzeit doch noch auf 3:3. „Wir haben daran geglaubt und nicht aufgegeben, sondern weitergemacht“, sagte Öhlzelt.

Ein Punkt, der kämpferisch viel wert ist

So blieb am Ende ein Punkt, den der Trainer vor allem über die Haltung seiner Mannschaft erklärte. „Die kämpferische Einstellung, die Laufbereitschaft und dass wir in die Zweikämpfe gegangen sind, waren heute ausschlaggebend“, sagte Öhlzelt. Gleichzeitig verschwieg er nicht, was für mehr gefehlt hat. „Mehr gefehlt hat natürlich wieder die Chancenauswertung“, meinte er und ergänzte, dass es trotz nicht ganz so vieler klarer Möglichkeiten „die ein oder andere Einschussmöglichkeit“ gegeben habe. Dazu komme eben das Loch nach der Pause, das man „besser managen“ müsse. Den Unparteiischen nahm Öhlzelt ausdrücklich aus der Kritik. Bis auf die mögliche Elfmeter-Szene habe der Schiedsrichter das Spiel „super geleitet“. Für Sallingberg/Ottenschlag bleibt damit ein spätes 3:3, das Mut machen kann, aber auch deutlich zeigt, wo die Mannschaft noch zulegen muss.

2. Klasse Waldviertel Süd: Sallingberg/Ottenschlag : Lichtenau - 3:3 (1:1)

  • 95
    Jan Husek 3:3
  • 87
    Jakub Sedivy 2:3
  • 67
    Manuel Rauscher 1:3
  • 55
    Florian Trapel 1:2
  • 31
    Alexander Schnait 1:1
  • 14
    Marek Sedlacek 1:0