Spielberichte

„Das 2:1 direkt nach der Pause war das Wichtigste“ – Gutenbrunn bringt 3:2 in Martinsberg ins Ziel

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TSU Martinsberg
ASV Gutenbrunn

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat der TSU Martinsberg dem ASV Gutenbrunn beim 2:3 lange alles offen gehalten, obwohl die Gäste laut Trainer Ronald Angerer über weite Strecken das bessere Team waren. Entscheidend war für ihn das 2:1 unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Weil Gutenbrunn davor und danach mehrere große Möglichkeiten liegen ließ, wurde es in der Schlussphase noch einmal enger, als es aus Sicht der Gäste hätte sein müssen.

Tormann beim Abstoß

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Frühe Führung, aber der Ausgleich fällt trotzdem

Aus Sicht von Ronald Angerer war die Richtung dieser Partie von Beginn an klar. „Wir waren von der ersten Minute an das klar überlegene Team“, sagte der Gutenbrunn-Coach nach dem Auswärtssieg. Seine Mannschaft hatte mehr vom Spiel, auch wenn sich in der Anfangsphase noch nicht sofort eine Serie an klaren Chancen ergab. Die Führung in der 11. Minute passte für ihn trotzdem ins Bild: Nach einem Schuss von Jakub Mucka, den der Martinsberger Schlussmann noch abwehren konnte, drückte Tomas Hrusak den Ball zum 0:1 über die Linie. Danach blieb Gutenbrunn am Drücker, Mucka kam noch zu zwei sehr guten Möglichkeiten, doch der Tormann hielt seine Mannschaft im Spiel. Umso ärgerlicher war für Angerer das 1:1 in der 20. Minute. Nach einem Freistoß und einer Verlängerung im Strafraum kam Jan Novak zum Ausgleich. „Das 1:1 war bis dorthin gegen den Spielverlauf“, stellte der Trainer klar.

Direkte Antwort nach der Pause als Knackpunkt

Dass Gutenbrunn nach dem Seitenwechsel sofort wieder nach vorne marschierte, war für Angerer der entscheidende Teil des Nachmittags. „Wir sind mit vollem Elan aus der Halbzeitpause rausgekommen“, sagte er, und genau dieses Bild zeigte sich auch am Spielstand. In der 47. Minute holte Jakub Mucka ein Foul heraus, der folgende Freistoß von halbrechts brachte Gefahr, und Roman Hausleitner stand nach einer kurzen Abwehr des Tormanns richtig, um zum 1:2 einzuschieben. Für den Trainer war das die Schlüsselszene. „Das Wichtigste war sicher das 2:1 sofort nach der Halbzeit“, erklärte Angerer. Gutenbrunn blieb danach das aktivere Team, spielte laut seinem Coach eine Chance nach der anderen heraus und legte in der 63. Minute nach. Das 1:3 durch Jakub Mucka gefiel Angerer dabei besonders, weil es nicht aus dem Nichts kam, sondern aus einer sauber herausgespielten Aktion entstand. „Das war vom eigenen Tor weg durchkombiniert“, schilderte er. Genau darin sah er auch die größte Stärke seiner Mannschaft: „Unser Umschaltspiel war wieder sehr gut. Nach Balleroberung haben wir zielstrebig nach vorne gespielt.“ Dazu habe sein Team auch in längeren Ballbesitzphasen Ruhe ins Spiel gebracht.

Zu viele Chancen bleiben liegen, Jan Novak macht es noch einmal eng

So klar Angerer seine Mannschaft über weite Strecken sah, so deutlich sprach er auch den Punkt an, der ihn trotz des Sieges weiterhin begleitet. „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Wochen. Wir haben wieder einige Großchancen ausgelassen“, sagte der Trainer. Hausleitner und Mucka ließen weitere sehr gute Möglichkeiten liegen, dazu kam noch ein Pfostenschuss der Gäste. Statt die Partie endgültig zuzumachen, verlor Gutenbrunn nach dem 1:3 laut Angerer „ein bissl den Faden“ und ruhte sich zu sehr auf dem Vorsprung aus. Martinsberg brachte in dieser Phase mehr hohe Bälle in den Strafraum und kam so noch einmal heran. In der 86. Minute war erneut Jan Novak zur Stelle und verkürzte auf 2:3. „Somit waren die letzten zehn Minuten unnötig spannend, weil es eigentlich 4:1 oder 5:1 stehen hätte können“, sagte Angerer. Mehr passierte in der Schlussphase aber nicht mehr. Deshalb fiel sein Gesamturteil trotz des späten Gegentores eindeutig aus: „Es war eigentlich ein souveräner Sieg für Gutenbrunn.“ Mitnehmen wird der Trainer dennoch vor allem eines: Die spielerische Überlegenheit war da, nur vor dem Tor muss seine Mannschaft solche Spiele künftig früher entscheiden.

2. Klasse Waldviertel Süd: Martinsberg : Gutenbrunn - 2:3 (1:1)

  • 86
    Jan Novak 2:3
  • 63
    Jakub Mucka 1:3
  • 47
    Roman Hausleitner 1:2
  • 20
    Jan Novak 1:1
  • 11
    Tomas Hrusak 0:1